1924
Schwarze Kohle auf transparentem Papier
45,7x36,9 cm
Unten rechts von der Künstlerin in Bleistift signiert, datiert und mit dem Titel "Käthe Kollwitz 24 / Brot!"
Werner Timm/Otto Nagel (Hrsg.), Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Œuvre-Katalog, Stuttgart 1980,
Wohl Slg. Kurt Kaufmann, Kassel
Auktion Paul Graupe, Berlin, 21./22. Oktober 1929, Los 314, dort erworben von
Galerie Gutekunst und Klipstein, Bern
Gutekunst und Klipstein, Bern, Lagerkatalog XXX, 1930,
Auktion Gutekunst und Klipstein, Bern, 14. Juni 1934, Los 394
Auktion Gutekunst und Klipstein, Bern, 5. Juni 1943, Los 414, dort erworben von
Galerie Schloss/Ernst Beyeler, Basel
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig auf der Unterlage mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Fritz Schmalenbach, Käthe Kollwitz, Bern 1948, Tafel 57
Bern 1989, Kunstmuseum, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld],
Gingins/Vevey 1994, Fondation Neumann/Musée Jenisch, Käthe Kollwitz,
Wien 2008/2009, Albertina, Wege der Moderne, Aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Bern 2009/2010, Zentrum Paul Klee – Paul Klees Grafik, Die Passion des Eberhard W. Kornfeld (ohne Kat.)
Rückseitig mit Skizze einer Handstudie. Das Papier etwas gebräunt und mit Lichtrand. Leicht gewellt und mit Knitterfalten, insbesondere im oberen Rand. In den Ecken mit Reissnagellöchern. Rückseitig mit Spuren alter Montierungen
Die Lithographie "Brot!" (Knesebeck 208) gehört zu den ikonischen Arbeiten von Käthe Kollwitz aus den 1920er Jahren. Sie wurde 1924 aus Anlass des 10. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges publiziert und erschien in der von der "Internationalen Arbeiterhilfe" (IAH) herausgegebenen Mappe "Hunger" mit sieben Originallithographien von Künstlern wie Otto Dix, George Grosz und Heinrich Zille in einer Auflage von 100 unsignierten Exemplaren. Der Erlös der Mappe war für die Künstlerhilfe und die Kinderheime der IAH bestimmt.
Wie immer entstanden mehrere Vorarbeiten in Form von Zeichnungen und in anderen Drucktechniken. Angeregt durch Ernst Barlach begann sich Kollwitz Anfang der 1920er Jahre intensiv mit dem Holzschnitt auseinanderzusetzen. Auch das Blatt "Brot!" führte sie zunächst in dieser Technik aus (Knesebeck 207). Für die Auflage entschied sie sich dann aber für die Lithographie.
Die angebotene Zeichnung ist eine von drei Vorarbeiten für die Graphik, eine eindrückliche Komposition, die eine Mutter zeigt, die versucht, ihre hungernden Kinder zu beschwichtigen. Rückseitig zwei Händestudien in Kohle.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
