Um 1643-47
Feder und Pinsel in grauer und schwarzer Tusche, über Graphit, von anderer Hand ergänzt mit Pinsel in hellbrauner Tinte, auf Bütten mit undeutlichem Wasserzeichen
26,7x19,1 cm, Blattgrösse
Unten rechts in Feder in Bister bezeichnet "Gio. Batta Weenix", vielleicht von gleicher Hand oben in Feder und hellbrauner Tinte nummeriert "No xxxj"
Slg. Rudolf Peltzer (1825-1910), Köln, Lugt 2231. Seine Sammlung versteigert bei
Auktion H. G. Gutekunst, Stuttgart, 13. und 14. Mai 1914, Los 469
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, Lugt 913b
Ingelheim am Rhein 1964, Internationale Tage, Holländische Zeichnungen des 17. Jahrhunderts (mit einem Vorwort von Frits Lugt),
Weiche diagonale Falte in der linken oberen Ecke. Trotz einiger Altersspuren insgesamt frisch
Jan Baptist Weenix, primär in Amsterdam und Utrecht tätig, bereiste von ca. 1643 bis 1647 Italien, ungefähr zeitgleich mit Asselijn, Berchem und Dujardin. Die dort festgehaltenen Motive fanden dann in mehr oder weniger abgewandelter Form immer wieder Eingang in seine gemalten Kompositionen.
Annemarie Stefes bemerkt zu unserem Blatt: "Für die Signaturen seiner Zeichnungen benutzte Weenix nach der Rückkehr aus Italien die italienische Fassung seines Namens, "Gio[vanni] Batt[ist]a Weenix". Diesen Namenszug trägt auch das vorliegende Blatt, in einer die Signatur des Künstlers nachahmenden Schrift. In gleichem Material wurden verschiedene Staffagefiguren flott ergänzt." Steefes vergleicht diese Ergänzungen in Stil und Technik mit einer signierten Zeichnung von Weenix’ Sohn Jan (1641–1719) in Wien, die ebenso wohl von einer Hand des 18. Jahrhunderts nummeriert ist (Albertina, Inv.
Wir danken Frau Dr. Annemarie Stefes für ihre Beurteilung der Zeichnung auf der Grundlage einer Bilddatei.
| Schweiz | CHF | 130 |
| Europa | CHF | 200 |
| USA | CHF | 250 |
| Übersee | CHF | 255 |
