Um 1660-1695
Pinsel in grauer Tinte mit grauer Lavierung auf Bütten mit Wasserzeichen "Posthorn" (vgl. Laurentius II,
30,4x40,8 cm
Unten links in Feder in grauer Tusche signiert "WROMEYN" (Romeyn begann 1660 seine Zeichnungen in Blockschrift zu signieren, was uns einen terminus post quem für die Datierung unseres Blattes erlaubt.)
Slg. Edward Habich (1818–1901), Kassel (kein Stempel; vgl. Lugt 862), dessen Sammlung versteigert bei
Auktion H.G. Gutekunst, Stuttgart, Handzeichnungen Alter Meister Slg. Edward Habich, Kassel, 27. April und folgende Tage 1899, Los 570: "Willem Romeyn […] Römische Landschaft […] Prächtige, ausgeführte Zeichnung in Sepia und Tusche". Bezeichnet "58,- an Scheltema"
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, Lugt 913b, erworben 1952 an der Ausstellung
Bern 1952, Gutekunst und Klipstein, Holländische Zeichnungen des 17. Jahrhunderts,
Ingelheim am Rhein 1964, Internationale Tage, Holländische Zeichnungen des 17. Jahrhunderts, (mit einem Vorwort von Frits Lugt),
Vereinzelt blass fleckig. Insgesamt von schöner Frische für ein Blatt dieser Grösse
Anders als sein Lehrmeister Nicolaes Berchem hielt sich Willem Romeyn längere Zeit in Rom auf und bewegte sich im Kreise der "Bentvogel". Unser Blatt ist ein typisches Beispiel für die bildmässigen Zeichnungen, wie sie von ihm nach seiner Rückkehr aus Italien 1651 für den Verkauf bis in die 1690er Jahre hinein geschaffen wurden. Annemarie Stefes schreibt dazu: "Immer wieder neu kombinierte er die aus Italien importierten Motive. Oft kamen einzelne Bildelemente wiederholt zum Einsatz. So dienen die hier dargestellten Ruinen und Zypressen ebenfalls als Hintergrundmotiv auf einer etwas grösserformatigen Zeichnung in Privatbesitz (31,6x42,0 cm, https://rkd.nl/images/185174). Das nach rechts liegende Rind wiederum ist spiegelverkehrt wiederzufinden auf einer monogrammierten Zeichnung von 1659 in Paris (Musée du Louvre, Inv. Nr. 23012), und den am Brunnen trinkenden Hirte sieht man auch auf einer 1665 datierten Zeichnung der ehemaligen Sammlung Dr. Wolfgang Beck (Auktion Bassenge, Berlin, 10. Mai 1976, Nr. 284)."
Wir danken Frau Dr. Annemarie Stefes für ihre Beurteilung der Zeichnung auf der Grundlage einer Bilddatei.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
