1670
Pinsel und Feder in grauer Tusche mit Spuren einer Kreidevorzeichnung auf Bütten
9,7x15,3 cm, Blattgrösse
Unten links in Feder in Bister signiert "J. De Grave", oben rechts eigenhändig bezeichnet in Feder in Bister "By Mastricht: 1670"
Slg. Van Parijs, Brüssel, um 1800, mit Inventarnummer 390, Lugt 2531
Slg. Maurice Delacre (1862–1932), Gent und Brüssel. Seine Sammlung versteigert bei
Auktion Gutekunst und Klipstein, Bern, 21. und 22. Juni 1949, Los 238
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, Lugt 913b
Blass stockfleckig, insgesamt aber in farbfrischer und unbehandelter Erhaltung; noch auf der Montierung der Sammlung Van Parijs
Von 1669 bis 1671 ist ein Aufenthalt De Graves in Maastricht belegt. Die Zeichnung ist während dieser zwei Jahre entstanden und vom Künstler selbst auch als eine Landschaft in der Umgebung von Maastricht ausgewiesen. Der friedvolle Eindruck täuscht. Die Stadt selbst galt seinerzeit als stark befestigtes „Bollwerk der Niederlande“ (bolwerk der Nederlanden), wurde aber nichtsdestotrotz während des Französisch-Niederländischen Krieges (1672–1679) am 25. Juni 1673 durch die Truppen Ludwig XIV. eingenommen. Die Rückeroberung durch Wilhelm III. von Oranien misslang und erst mit dem Frieden von Nimwegen 1678 wurde die Stadt wieder an die Niederlande zurückgegeben.
| Schweiz | CHF | 130 |
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| Übersee | CHF | 255 |
