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Freiburg 1925 - 1991 Bern
Wohl 1977
Eisenfuss, farbige Leuchtmittel, Federn, farbiges Klebband, 3 Elektromotoren
73x50x50 cm
Bischofberger 1179
Als Geschenk an
Privatsammlung Bern
In sehr schöner Gesamterhaltung, die Lampe ist funktionstüchtig. Mit den üblichen Gebrauchsspuren
Das Jahr 1977 führte im Werk von Jean Tinguely zu einer Neuerung: Mit den Entwürfen von Brunnen bekamen "Gebrauchskunstwerke" eine neue Stellung. Für den Gebrauch bestimmt waren auch die Lampen, die der Künstler zuerst ausschliesslich für befreundete Sammelnde schuf. Mit der Ausstattung der "Cafeteria zur Münz" an der Bahnhofstrasse in Zürich (1983) oder des «Café Galerie Tinguely» in Kyotos Hauptgeschäftsstrasse Karasuma-dori (1987) wurden die Lampen auch installativ in grösserem Rahmen eingesetzt. Höhepunkt im lichtkünstlerischen Schaffen war dann sicher der "Luminator", eine Lichtskulptur die 1991 für den Bahnhof Basel SBB entstanden ist, und die sich aktuell im Flughafen Basel-Mülhausen befindet. Das Licht war quasi die logische Fortsetzung der kinetischen Plastiken; mit seinem Schattenwurf wirkt es und greift es in den Raum. Die Lichtobjekte sind meistens spannende Assemblagen. Mit handwerklichem Geschick montierte der Künstler Leuchtgirlanden virtuos auf einen Metallträger. Wie immer sind die Metallteile Fundstücke wie Eisenprofile, Ketten oder Schrauben, oft wurden sie zudem ergänzt mit, manchmal sogar, beweglichen Federn. Die Tinguely-Lampen sind poetische Kleinstinstallationen, oft mit viel Humor und Witz. Die hier angebotene Lampe kam als Dank zu einem befreundeten Sammler in Bern.
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