Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto
1929 - Werknummer 1929.8
Aquarell, teilweise gespritzt, und Tusche auf Papier auf Karton aufgelegt
19x36,8 cm, Darstellung; 37,1x48 cm, Unterlagekarton
Oben rechts in der Darstellung vom Künstler signiert "Klee", unten links auf der Unterlage unter dem Abschlussstrich mit der Werknummer "1929.8", rechts betitelt "Accente", neben dem Datum in Bleistift "III"
Paul Klee Stiftung, Catalogue raisonné, Band 5, Werke 1927-1930, Bern 2001,
Paul Klee, Bern
Rudolf Probst, Neue Kunst Fides, Dresden
Hermann Baumgartner, Kunsthandel, Stuttgart
Galerie Alfred Flechtheim, Düsseldorf/Berlin
Daniel-Henry-Kahnweiler, Galerie Simon, Paris
The Mayor Gallery, London, dort erworben von
Slg. M. Kauffer, London (1936)
The Mayor Gallery, London, dort erworben von
Slg. M. Kauffer, London
The Leicester Galleries, London (vermutlich 1941)
Slg. Mrs. J. Frankenburg, London (vermutlich 1941)
Auktion Christie's, London, 7. Juli 1961, Los 39
Auktion Lempertz, Köln, 1. Dezember 1961, Los 341
Auktion Karl & Faber, München, 12. Dezember 1968, Los 958, dort erworben von
Galerie Beyeler, Basel (1968/69), dort erworben von
Slg. Erwin Rehmann, Laufenburg (1969-2020), durch Erbschaft an
Privatsammlung Schweiz (2020-2023)
Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 16. Juni 2023, Los 88
Dessau 1929, Anhaltische Gemäldegalerie, Paul Klee, Aquarelle aus zehn Jahren, 1920-1930 (ohne Kat.)
Saarbrücken 1930, Staatliche Museum, Paul Klee, Aquarelle aus 25 Jahren, 1905 bis 1930,
Düsseldorf 1930, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Ausstellung veranstaltet in Verbindung mit der Galerie Alfred Flechtheim, Paul Klee, Aquarelle, Zeichnungen und Graphik aus 25 Jahren,
Düsseldorf 1931, Kunstverein für Rheinland und Westfalen, Ausstellung in Verbindung mit der Galerie Alfred Flechtheim, Paul Klee,
Chicago 1932, The Art Institute, The Twelfth International Exhibition, Water Colors, Pastels, Drawings and Monotypes,
Wohl Paris 1934, Galerie Simon, Paul Klee (ohne Kat.)
London 1935, The Mayor Gallery, Paul Klee,
London 1941, Leicester Galleries, Paul Klee,
Der Karton gebräunt, mit Lichtrand und im Rand mit Wasserflecken. Fleckchen in der Unterlage. In guter Gesamterhaltung
Seit der legendären Tunisreise mit Macke und Moilliet im Jahr 1914 hatte Klee keine grossen Reisen mehr unternommen. Die Sehnsucht nach dem Süden führte ihn um die Jahreswende 1928/1929 nach Ägypten, diesmal alleine und ohne grosses Gepäck. Die Reise führte von Alexandria über Kairo und Luxor bis nach Assuan. Neben dem Besuch altägyptischer Monumente und Grabanlagen begeisterte ihn vor allem die fruchtbare Landschaft am Nil mit ihrer Farbigkeit. In Ägypten selber entstanden fast keine Arbeiten, doch flossen die Eindrücke nach seiner Rückkehr deutlich in seine Werke ein.
Das vorliegende Blatt gehört zu den ersten Werken aus dem Jahr 1929. Mehrere dieser Arbeiten zeichnen sich durch einen lasierenden, feinen Farbauftrag aus, für den Klee auch die Spritztechnik verwendete. "Accente" ist ein geheimnisvolles Werk voller Gegensätze. Stehen das Rot und die Architekturelemente links für die Wüste und die Städte und das Blau rechts für die fruchtbare Landschaft und den Nil? Oder kann man die horizontale Öffnung im Rot als vereinfachte Umsetzung des Hatschepsut-Tempels in Theben und die vertikale Öffnung im Blau als Symbol des Tempels von Abu Simbel verstehen, die Klee beide auf seiner Reise besuchte? Das Rätsel bleibt ungelöst. Unbestritten ist, dass der Einfluss der Ägyptenreise besonders das Spätwerk mit den hieroglyphenartigen Zeichen stark geprägt hat.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
