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  • Kunst des 19.-21. Jahrhunderts Saalauktion

    Paul Klee : Accente, 1929 - Werknummer 1929.8
    Paul Klee : Accente, 1929 - Werknummer 1929.8
    Paul Klee : 425 Accente
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    Paul Klee : 425 Accente
    Paul Klee : 425 Accente
    Paul Klee : 425 Accente

    Paul Klee

    Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto

    425   

    Accente

    Schätzpreis CHF 75'000
    Zuschlag CHF 60'000
    Angaben ohne Gewähr
    12.09.2024
    Versandkosten

    1929 - Werknummer 1929.8

    Aquarell, teilweise gespritzt, und Tusche auf Papier auf Karton aufgelegt

    19x36,8 cm, Darstellung; 37,1x48 cm, Unterlagekarton

    Oben rechts in der Darstellung vom Künstler signiert "Klee", unten links auf der Unterlage unter dem Abschlussstrich mit der Werknummer "1929.8", rechts betitelt "Accente", neben dem Datum in Bleistift "III"

    Werkverzeichnis

    Paul Klee Stiftung, Catalogue raisonné, Band 5, Werke 1927-1930, Bern 2001, Nr. 4764

    Provenienz

    Paul Klee, Bern

    Rudolf Probst, Neue Kunst Fides, Dresden

    Hermann Baumgartner, Kunsthandel, Stuttgart

    Galerie Alfred Flechtheim, Düsseldorf/Berlin

    Daniel-Henry-Kahnweiler, Galerie Simon, Paris

    The Mayor Gallery, London, dort erworben von

    Slg. M. Kauffer, London (1936)

    The Mayor Gallery, London, dort erworben von

    Slg. M. Kauffer, London

    The Leicester Galleries, London (vermutlich 1941)

    Slg. Mrs. J. Frankenburg, London (vermutlich 1941)

    Auktion Christie's, London, 7. Juli 1961, Los 39

    Auktion Lempertz, Köln, 1. Dezember 1961, Los 341

    Auktion Karl & Faber, München, 12. Dezember 1968, Los 958, dort erworben von

    Galerie Beyeler, Basel (1968/69), dort erworben von

    Slg. Erwin Rehmann, Laufenburg (1969-2020), durch Erbschaft an

    Privatsammlung Schweiz (2020-2023)

    Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 16. Juni 2023, Los 88

    Ausstellungen

    Dessau 1929, Anhaltische Gemäldegalerie, Paul Klee, Aquarelle aus zehn Jahren, 1920-1930 (ohne Kat.)

    Saarbrücken 1930, Staatliche Museum, Paul Klee, Aquarelle aus 25 Jahren, 1905 bis 1930, Kat. Nr. 99

    Düsseldorf 1930, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Ausstellung veranstaltet in Verbindung mit der Galerie Alfred Flechtheim, Paul Klee, Aquarelle, Zeichnungen und Graphik aus 25 Jahren, Kat. Nr. 144

    Düsseldorf 1931, Kunstverein für Rheinland und Westfalen, Ausstellung in Verbindung mit der Galerie Alfred Flechtheim, Paul Klee, Kat. Nr. 209

    Chicago 1932, The Art Institute, The Twelfth International Exhibition, Water Colors, Pastels, Drawings and Monotypes, Kat. Nr. 171

    Wohl Paris 1934, Galerie Simon, Paul Klee (ohne Kat.)

    London 1935, The Mayor Gallery, Paul Klee, Kat. Nr. 22

    London 1941, Leicester Galleries, Paul Klee, Kat. Nr. 32

    Zustand

    Der Karton gebräunt, mit Lichtrand und im Rand mit Wasserflecken. Fleckchen in der Unterlage. In guter Gesamterhaltung

    Erläuterungen

    Seit der legendären Tunisreise mit Macke und Moilliet im Jahr 1914 hatte Klee keine grossen Reisen mehr unternommen. Die Sehnsucht nach dem Süden führte ihn um die Jahreswende 1928/1929 nach Ägypten, diesmal alleine und ohne grosses Gepäck. Die Reise führte von Alexandria über Kairo und Luxor bis nach Assuan. Neben dem Besuch altägyptischer Monumente und Grabanlagen begeisterte ihn vor allem die fruchtbare Landschaft am Nil mit ihrer Farbigkeit. In Ägypten selber entstanden fast keine Arbeiten, doch flossen die Eindrücke nach seiner Rückkehr deutlich in seine Werke ein.

    Das vorliegende Blatt gehört zu den ersten Werken aus dem Jahr 1929. Mehrere dieser Arbeiten zeichnen sich durch einen lasierenden, feinen Farbauftrag aus, für den Klee auch die Spritztechnik verwendete. "Accente" ist ein geheimnisvolles Werk voller Gegensätze. Stehen das Rot und die Architekturelemente links für die Wüste und die Städte und das Blau rechts für die fruchtbare Landschaft und den Nil? Oder kann man die horizontale Öffnung im Rot als vereinfachte Umsetzung des Hatschepsut-Tempels in Theben und die vertikale Öffnung im Blau als Symbol des Tempels von Abu Simbel verstehen, die Klee beide auf seiner Reise besuchte? Das Rätsel bleibt ungelöst. Unbestritten ist, dass der Einfluss der Ägyptenreise besonders das Spätwerk mit den hieroglyphenartigen Zeichen stark geprägt hat.


     
     
     
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    Paul Klee : Accente, 1929 - Werknummer 1929.8
    Paul Klee : Accente, 1929 - Werknummer 1929.8

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