1888
Radierung, koloriert, auf imitiertem Japanpapier
26,1x30,2 cm, Plattenkante; 31,9x47,8 cm, Blattgrösse
Unten rechts unterhalb der Darstellung vom Künstler in Bleistift signiert und datiert "James Ensor 1888", links bezeichnet "Diables battant anges et archanges", unten rechts dediziert
Tricot 28
Elesh 23
Taevernier 23
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Salzburg 1984, Rupertinum, Von Goya bis Warhol, Meisterwerke der Graphik des 19. und 20. Jahrhunderts aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld],
Die äussersten Ecken minim berieben, mit leichtem Lichtrand, insgesamt in sehr schöner Druckqualität und guter Erhaltung
Als Sohn eines englischen Vaters und einer belgischen Mutter verbrachte James Ensor fast sein ganzes Leben in der Hafenstadt Ostende. Seine Mutter betrieb dort ein Kuriositätengeschäft mit Karnevalsmasken, diese Masken und andere skurrile Gegenstände aus dem Geschäft sollten Ensors Œuvre prägen. Radierungen waren sein bevorzugtes, druckgrafisches Medium, und er steigerte die Dramatik der Kompositionen oft durch eine verblüffende Handkolorierung. Das vorliegende Blatt bezieht sich auf das Gemälde "Der Fall der rebellierenden Engel" von Pieter Bruegel (Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel), die Radierung "Die Versuchung des heiligen Antonius" von Jacques Callot sowie die ausgeprägt fantastische Ikonografie von Ensors flämischem Vorfahren Hieronymus Bosch.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
