Paris 1840 - 1917 Meudon
Um 1896-1898
Bleistift und Aquarell
32,3x25,1 cm
Unten links signiert "Aug Rodin", rechts in Bleistift vom Künstler monogrammiert "AR" und mit der Nummer "62" (auf dem Kopf geschrieben). Im Unterrand unten links bezeichnet "bas"
Bestätigung, dass die Arbeit in das sich in Vorbereitung befindende Werkverzeichnis der Zeichnungen und Aquarelle von Christina Buley-Uribe, Paris, aufgenommen wird, datiert vom 9. Mai 2023, liegt vor
Slg. Dr. Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler, Winterthur, durch Erbschaften an Privatsammlung Schweiz
Brüssel/Amsterdam/Rotterdam/Den Haag 1899, Maison d’Art/Rotterdamsche KunstKring /Arti et Amicitae/Haagsche Kunstkring, Rodin,
Auf Velin. Leicht fleckig. Rückseitig mit Montierungsresten
In den 1890er Jahren wandte sich Rodin der direkten Beobachtung des Aktes zu und schuf Hunderte von Zeichnungen. Die vorliegende Zeichnung fertigte Rodin, laut Christina Buley-Uribe, in einer dem Künstler eigenen Vorgehensweise: zunächst schuf er auf einer gewöhnlichen Notizbuchseite mit dem Bleistift eine schnelle Skizze "à l'aveugle" bei dem er nur das Modell anschaute und nicht das Blatt. In einem zweiten Schritt zeichnete Rodin die Matrize auf einem hochwertigeren, dicken Papier neu, indem er sie auf dem Blatt zentrierte, ergänzte, die Linien reinigte und aquarellierte. Die Zeichnung kann von zwei Seiten betrachtet werden. Folgt man der Intention des Künstlers, der Signatur und dem Hinweis "bas" sieht man eine nach hinten gebeugte Frau. 1899 wurde die Zeichnung jedoch auf der ersten Retrospektive des Künstlers noch anders herum gezeigt, was die Katalognummer "62" bezeugt. Es scheint, als hätte Rodin erst nach der Ausstellung die Leserichtung der Zeichnung gedreht. Die nunmehr verrenkte Figur wirkt dadurch dynamischer und akrobatischer
| Schweiz | CHF | 130 |
| Europa | CHF | 200 |
| USA | CHF | 250 |
| Übersee | CHF | 255 |
