Lausanne 1865 - 1925 Paris
1904
Öl auf Leinwand
41x59,5 cm
Unten links vom Künstler signiert und datiert "F. VALLOTTON. 04"
Marina Ducrey, Félix Vallotton, L’œuvre peint, Band II, Zürich/Lausanne 2005,
Livre de raison (Hedy Hahnloser-Bühler),
Privatsammlung Schweiz (1910, vermittelt durch Hedy Hahnloser)
Galerie Neupert, Zürich, Félix Vallotton 1865-1925. Sonderausstellung,
Galerie Vallotton, Lausanne, Inv.
Galerie Kurt Meissner, Zürich (1959)
Jean Andereggen, Zürich, dort angekauft von
Privatsammlung Schweiz (1969)
Rudolf Koella, Das Bild der Landschaft im Schaffen von Félix Vallotton. Wesen, Bedeutung, Entwicklung. Abhandlung zur Erlangung der Doktorwürde an der Philosophischen Fakultät I der Universität Zürich, 1969 (nicht publiziert), Werkliste LK 116 (dort betitelt und datiert "Paysage, 1904")
Zürich 1909, Künstlerhaus, Félix Vallotton, Paris,
München/Dresden 1910, Moderne Galerie (Heinrich Thannhauser)/Kunstsalon Emil Richter (mit Etikett)
Auf dem originalen Chassis, in der alten Nagelung. In sehr guter und farbfrischer Erhaltung
Das Werk kann zu den frühsten Werken aus der sogenannten Gruppe der "paysages composés", ein Begriff wie ihn Vallotton selbst verwendet hat, gezählt werden. Diese treten gemäss der Dissertation von Dr. Rudolf Koella über "Das Bild der Landschaft im Schaffen von Félix Vallotton" ab 1903 mit den nach exakten Vorzeichnungen in der Natur und dann später im Atelier nach der Erinnerung gemalten Bildern auf. Der Ausdruck bezeichnet nicht die eigentliche Gattung der Werke, sondern deren Arbeitsweise. Im hier angebotenen Gemälde stechen die Dächer der Bauernhäuser stark aus dem satten Grün der Wiesen und der Bäume hervor, so dass es scheint, als würden sie direkt von Sonnenstrahlen erleuchtet werden. Gemäss Marina Ducrey, der Autorin des Werkkataloges, soll eines dieser Häuser das für den Sommer von Vallotton gemietete Haus sein. Nach dem "Livre de raison" von Félix Vallotton entstand eine Gruppe von Landschaftsbildern in der Gegend von Varengeville, zu welchen das vorliegende Werk gezählt werden kann. Varengeville-sur-Mer befindet sich in der Normandie und war mit seinem Strand, den Klippen und der üppigen Vegetation unter Künstlern wie Claude Monet, Joan Miró sowie Georges Braque, welcher dort beerdigt ist, ein beliebtes Sujet und ein beliebter Aufenthaltsort
