Lausanne 1865 - 1925 Paris
1903
Öl auf Leinwand
46x38 cm
Unten rechts vom Künstler signiert und datiert "F. VALLOTTON. 03"
Marina Ducrey, Félix Vallotton, L'œuvre peint, Band II, Zürich/Lausanne, 2005,
Livre de raison (Hedy Hahnloser-Bühler),
Slg. Mme Lévy, Paris, direkt vom Künstler erworben 1903
Alfred Vallotton, Paris
Claude Vallotton, Pully
Nachlass Claude Vallotton
Privatsammlung Schweiz
Lausanne 1960, Galerie Vallotton, Exposition d'été
Lausanne 1965, Galerie Vallotton, Hommage à Félix Vallotton,
Zürich 2001-02, Galerie Art Focus, Schweizer Kunst
Auf einem alten Chassis, in einer alten Nagelung, zusätzlich mit Heftklammern befestigt. In der oberen linken Ecke mit minimen Krakelüren. In sehr guter und farbfrischer Erhaltung
Im Frühjahr 1903 zog Félix Vallotton mit seiner Familie in das 16. Arrondissement um und liess sich in der Rue des Belles-Feuilles 59, an der Ecke zur rue Mérimée, in einem Stadthaus nieder, das in jüngster Zeit einem Neubau weichen musste. Das Haus bestand aus zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Flügeln mit einem kleinen Garten: In einem befanden sich das Esszimmer im Erdgeschoss und die Schlafzimmer im Obergeschoss, im anderen der Salon, über dem Vallotton sein Atelier hatte errichten lassen und das man über eine Wendeltreppe erreichen konnte (Ducrey 488).
Im vorliegenden Gemälde hält Vallotton den Ausblick von seinem Schlafzimmerfenster aus über das "Quartier de la Porte-Dauphine" des 16. Arrondissements von Paris fest. Betitelt wurde das Werk nach dem Strassennamen "Rue des Belles-Feuilles", weil ein Teil der Strasse an einer Parkmauer entlangführte, über die die Blätter der Bäume geweht wurden. Heute ist auch der Park den Urbanisierungsmassnahmen der Stadt gewichen. Das Gemälde gehört in eine Gruppe von nur fünf ganz persönlichen Arbeiten aus dem Jahr 1903, auf welchen der Künstler dem Betrachter seinen neuen Wohnort zeigt (Ducrey 450-452, 476-477)
