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  • Saalauktion Teil 1

    Louis Soutter : Le très haut parleur à la lune, 1939
    Louis Soutter : Le très haut parleur à la lune, 1939
    Louis Soutter : 163 Le très haut parleur à la lune
    Louis Soutter : 163 Le très haut parleur à la lune
    Louis Soutter : 163 Le très haut parleur à la lune
    Louis Soutter : 163 Le très haut parleur à la lune
    Louis Soutter : 163 Le très haut parleur à la lune

    Louis Soutter

    Morges 1871 - 1942 Lausanne

    163   

    Le très haut parleur à la lune

    Schätzpreis CHF 250'000 *
    Zuschlag CHF 280'000
    Angaben ohne Gewähr
    16.06.2023

    1939

    Pinsel- und Fingermalerei in Öl, Druckerschwärze und Gouache

    58,5x44 cm

    Unten rechts vom Künstler betitelt "LE TRÈS / HAUT / PARLEUR". Rückseitig bezeichnet und datiert "Le Tres Haut-Parleur à la Lune / 1939"

    Werkverzeichnis

    Michel Thévoz, Louis Soutter, Catalogue de l'œuvre, Lausanne/Zürich 1976, Nr. 2786

    Provenienz

    Slg. Jacques Benador, Genf

    Galerie M. Knoedler, Zürich 1981-82, Kat. Nr. 78, dort angekauft von

    Hess Art Collection, von dort an

    Privatsammlung Schweiz

    Literatur

    Dieter Ronte, Hess Collection, Bern/Stuttgart 1989, Kat. Nr. 130, pag. 191 reprod.

    Ausstellungen

    Solothurn 1965, Galerie Bernard, Louis Soutter, Kat. Nr. 42

    München/Bonn/Stuttgart 1985, Städtische Galerie im Lenbachhaus/Kunstmuseum/Württembergischer Kunstverein, Louis Soutter, 1871-1942, Zeichnungen, Bücher, Fingermalereien, Kat. Nr. 327, pag. 273 reprod. (dort betitelt "Der den Mond laut Anredende")

    Paris 2012, La Maison Rouge, Louis Soutter. Le tremblement de la modernité, ohne Kat. Nr., pag. 6 reprod.

    Zustand

    Auf festem Velin. Mit horizontalen Knicken und mehreren, kleinen Löchlein. An den Blatträndern mit kleinen, hinterlegten Einrissen und angesetztem Papier in der linken Ecke. In sehr guter und farbfrischer Erhaltung

    Erläuterungen

    Der Grossteil der Werke von Louis Soutter ist schwarzweiss gehalten. Während der Periode der Fingermalerei entstanden seltene, farbige Werke in Öl und Gouache wie "Le très haut parleur à la lune". Es ging ihm dabei aber eher weniger um die Technik an sich, als darum, den graphischen Ausdruck zu verstärken und die Spannung der Formen zu erhöhen. Im vorliegenden Werk malte Soutter trotz Arthrose in den Fingern auch mit dem Pinsel. Der Pinselduktus wirkt unkontrolliert: Gerade Striche wechseln sich mit gekrümmten, wellenförmigen und abgehackten ab, sie überschneiden und vermischen sich. Vielfach hält der Künstler seine Bildkomposition auf dem vorgegebenen Format des Blattes nicht ein, wie dieses Werk eklatant zeigt: Da er wohl den verfügbaren Raum überschätzt hat, kann Soutter den Kopf der Figur aus Platzgründen nicht mehr darstellen, was einer Verstümmelung gleichkommt und somit seine eigene psychische Situation widerspiegelt. Durch den treffenden Titel wandelt Soutter diesen formalen Unfall jedoch in ein poetisches Ereignis um

    Louis Soutter : Le très haut parleur à la lune, 1939
    Louis Soutter : Le très haut parleur à la lune, 1939


    Bei den mit (*) bezeichneten Losen sind Zuschlagspreis sowie Aufgeld mehrwertsteuerpflichtig.

    KORNFELD
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