1941 Bern 2020
13. Dezember 1976
6 in Tusche und Kreide, 1 in Tusche und Ölfarbe
Je 29,7x41,8 cm
Alle Blätter auf der Rückseite vom Künstler in Bleistift datiert "13.12.1976", die Serie von 1 bis 7 unten rechts durchnummeriert
Galerie & Edition Stähli, Zürich, dort 1986 erworben von
Privatsammlung, USA
Auf gräulichem Papier, dieses leicht wellig, mit Reissnagellöchern in den oberen Ecken, ein Blatt durch die frühere Montierung leicht ausgerissen. Sowohl die Tusche als auch die Ölfarbe schlagen rückseitig stellenweise durch. Insgesamt in sehr schöner Erhaltung
Das zeichnerische Œuvre von Markus Raetz ist umfassend, es beinhaltet zahlreiche Arbeiten und nur wenige lassen sich als Einzelwerke erschliessen, die meisten Zeichnungen stehen in Referenz zueinander und gewinnen überhaupt erst als Teile eines grösseren Bezugsystems ihre Bedeutung. So entstehen häufig Serien von Zeichnungen, die der Künstler – wie in unserem vorliegenden Beispiel – zu einer Komposition zusammenfügt, mit einer durchlaufenden Nummerierung für die Abfolge der Blätter und dem Datum, an dem er daran geschaffen hat. Fünf Kreise, die an eine Zelle erinnern, mutieren zu ovalen Formen, als ob diese kurz vor der Zellteilung stünden. Die abstrakten Linien und Formen dokumentieren die fortlaufende Erforschung des Motivs und rücken den Schaffensprozess in den Mittelpunkt dieser bedeutenden, frühen Arbeit. Die reduzierte Farbpalette in Schwarz und Weiss und der Einsatz von lavierter Tusche ist typisch für Arbeiten der Zeit. Bedeutendes Werk, das seit 1986 im selben Privatbesitz ist und erstmals auf den Markt kommt
