Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto
1925 - Werknummer 1925.108 (A 8)
Feine Pastellkreide und Feder in Tusche über schwarz laviertem Tuschegrund auf Gouache oder Aquarell
22,8x28,8 cm, Darstellung mit Schrift und Abschlussstrich; 23,5x29,4 cm, Karton
Unten rechts vom Künstler in Tusche signiert "Klee". Mittig auf dem Karton bezeichnet "1925 A. 8. rotgeflügelte Sumpfhühner *", links mit Bleistift bezeichnet "III"
Catalogue raisonné, Paul Klee, Band 4, Werke 1923-1926, Bern 2000,
Slg. Hanni Bürgi-Bigler, Bern
Slg. Rolf und Catherine E. Bürgi, Bern
Privatsammlung Schweiz
Paul Klee. Der Künstler und die Sammlerin, in: Du, 60. Jg.,
Stefan Frey, Hanni Bürgi-Bigler: Sammlerin und Mäzenin Paul Klees. Zur Geschichte ihrer Sammlung, in: Ausstellungskatalog Bern/Hamburg/Edinburgh 2000, pag. 19
Bern 1931, Kunsthalle, Paul Klee, Walter Helbig, M. de Vlaminck, Phillipp Bauknecht, Arnold Huggler,
Bern 1937, Kunstmuseum, Paul Klee. Leihgabe der Frau H. Bürgi und Besitz des Kunstmuseums,
Basel 1950, Kunstmuseum, Paul Klee, 1879-1940. Ausstellung aus Schweizer Privatsammlungen. Zum 10. Todestag 29. Juni 1950,
Bern 1956, Kunstmuseum, Paul Klee. Ausstellung in Verbindung mit der Paul-Klee-Stiftung,
Andros 1993, Museum of Modern Art, Paul Klee,
Bern/Hamburg/Edinburgh 2000, Kunstmuseum/Kunsthalle/Scottish National Gallery of Modern Art, Paul Klee. Die Sammlung Bürgi,
Alt beschnittener Karton, einzelne Fleckchen auf dem Karton. Farbfrisch und in tadelloser Gesamterhaltung
Im Oktober 1920 wurde Paul Klee von Walter Gropius als Meister an das Staatliche Bauhaus in Weimar berufen und begann dort seine Lehrtätigkeit im Januar 1921. Es waren sehr intensive und fruchtbare Schaffensjahre für den Künstler. Aufgrund politischen Drucks musste die wichtige Lehrinstitution 1925 Weimar verlassen und in Dessau einen Neuanfang machen
Bereits im Sommer 1905 begann Klee geschwärzte Glasplatten als Bildträger zu verwenden, indem er sie mit einer Nadel bearbeitete. Er fand so eine neue Möglichkeit des bildnerischen Ausdrucks, die "Ritzzeichnung". In seinem Tagebuch beschrieb er das neue Verfahren wie folgt: "Das Mittel ist also nicht mehr der schwarze Strich, sondern der weisse. Die helle Energie auf nächtlichem Grund entspricht sehr schön dem Wort "es werde Licht". So gleite ich sachte hinüber in die neue Welt der Tonalitäten." Fortan finden sich immer wieder Ritzzeichnungen oder daran angelehnte Malereien mit feinsten Pinseln oder mit Farb- und Pastellstiften mit demselben Effekt in seinem Œuvre. 1925 entstanden einige Arbeiten mit zoologischen Themen, so das hier angebotene Blatt. Aus dem dunkeln Grund heraus leuchten die beiden "Paradiesvögel". Zusammen mit dem sich in der Sammlung Berggruen befindlichen "Betrachtung beim Frühstück" (Cat. rais. 3794), das kurz danach entstanden ist, bildet es eine wunderbare Gruppe mit "Federvieh" und Eiern
