• Kunstschaffende / Los-Nr.
  • Textsuche
  • Suche nach Gebieten
  • Suche nach Epochen

  • Online Only, Kunst des 19.-21. Jahrhunderts

    Alberto Giacometti : Petit buste sur socle (Rol-Tanguy), Um 1946, Guss von 1967-1968
    Alberto Giacometti : Petit buste sur socle (Rol-Tanguy), Um 1946, Guss von 1967-1968
    Alberto Giacometti : 47 Petit buste sur socle (Rol-Tanguy)
    Alberto Giacometti : 47 Petit buste sur socle (Rol-Tanguy)
    Alberto Giacometti : 47 Petit buste sur socle (Rol-Tanguy)
    Alberto Giacometti : 47 Petit buste sur socle (Rol-Tanguy)
    Alberto Giacometti : 47 Petit buste sur socle (Rol-Tanguy)
    Alberto Giacometti : 47 Petit buste sur socle (Rol-Tanguy)

    Alberto Giacometti

    Borgonovo 1901 - 1966 Chur

    47   

    Petit buste sur socle (Rol-Tanguy)

    Schätzpreis CHF 275'000 *
      GBP 255'750 *
    Zuschlag CHF 240'000
    Angaben ohne Gewähr
    16.06.2023

    Um 1946, Guss von 1967-1968

    Bronze

    11,4x5,6x5,6 cm

    Rückseitig auf dem Sockel unten links geritzt bezeichnet und nummeriert "H.C. 2/2", unten rechts mit Giesserstempel "CIRE / C VALSUANI / PERDUE"

    Werkverzeichnis

    Echtheitsbestätigung des Comité Giacometti, Paris, datiert vom September 2015, liegt vor

    Die Bronze figuriert im elektronischen Werkverzeichnis der Fondation Annette et Alberto Giacometti unter der Nummer AGD 3515

    Provenienz

    Nachlass Giacometti

    Slg. Annette Giacometti, Paris

    Privatsammlung

    Auktion Sotheby's, New York, 16. Mai 1984, Los 410A, dort erworben von

    Privatsammlung USA

    Literatur

    Yves Bonnefoy, Alberto Giacometti, Eine Biografie seines Werkes, Bern 1992, pag. 275 reprod. (anderer Guss)

    Zustand

    Sehr schöner, tadelloser Guss mit dunkelbrauner und grüner Patina

    Erläuterungen

    Ende 1945 kehrte Alberto Giacometti aus der Schweiz in sein Pariser Atelier zurück, nachdem er 1942, wie viele seiner Zeitgenossen, aus Paris geflohen war. Anhand von Modellen begann er sich wiederum der gegenständlichen Kunst zu widmen. Während seiner Zeit in der Schweiz hatte er obsessiv mit der Schaffung von winzigen, streichholzähnlichen Gipsdarstellungen experimentiert, wobei er Gipsblöcke bis zum virtuellen Nichts herunterarbeitete

    „Die Figürchen sind für Giacometti also nicht eine verkleinerte Ausgabe grösserer Statuen, denn in diesem Fall würden sie, wenn auch in kleinerem Massstab, die Zahl und die Vielfalt der Aspekte bewahren, die in den letzteren den Gegenstand bezeichnen, die Person, der ähnlich zu sein sie sich bemühen. Die Figürchen sind eine Frau oder ein Kopf, die aus der Ferne gesehen werden und die extrem verkleinerten Masse ihres in der Distanz wahrgenommenen Bildes bewahren. So gibt es weniger Einzelheiten, doch im Gesamtcharakter eben soviel Wahrheit. […] Von diesem Gesichtspunkt aus hat die kleine Figur, die weniger Einzelheiten als die grosse zeigt, weil sie aus der Entfernung gesehen wird, weitaus grössere Chancen, in ihren deutlich bestimmten Umrissen und in ihrer von Materie befreiten Ansicht die Einheit aufscheinen zu lassen, die für Giacometti immer mehr zum expliziten Ziel der Ähnlichkeit wird. Kurz gesagt: die kleine Figur besitzt mehr Realität. Und wenn sie noch weiter schrumpft, findet sie vielleicht Zugang zur absoluten Realität.“ (aus: Yves Bonnefoy, pag. 275-76)

    Der Protagonist Henri Rol-Tanguy (1908-2002) war Kommunist und Kommandant der französischen Résistance im Zweiten Weltkrieg. Sein Name wurde 1970 gemäss seinem Kriegsnamen "Colonel Rol (-Tanguy)" offiziell in Rol-Tanguy geändert. Er war einer der Hauptakteure bei der Befreiung von Paris im August 1944

    Die Bronze „Petit buste sur socle (Rol-Tanguy)" wurde 1946 von Giacometti zum Gedenken an Henry Rol-Tanguy und an die französischen Widerstandskämpfer im Allgemeinen geschaffen

    Alberto Giacometti : Petit buste sur socle (Rol-Tanguy), Um 1946, Guss von 1967-1968
    Alberto Giacometti : Petit buste sur socle (Rol-Tanguy), Um 1946, Guss von 1967-1968


    Bei den mit (*) bezeichneten Losen sind Zuschlagspreis sowie Aufgeld mehrwertsteuerpflichtig.

    KORNFELD
    Kennerschaft und Tradition seit 1864
    GALERIE KORNFELD AUKTIONEN AG • Laupenstrasse 41, Postfach, 3008 Bern / Schweiz • Tel +41 31 552 55 55 • galerie@kornfeld.ch
  • Mit der weiteren Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zur Verbesserung der Bedienungsfreundlichkeit zu. Lesen der Datenschutzerklärung.    Akzeptieren