Aschaffenburg 1880 - 1938 Davos
1918
Öl auf Leinwand
70,5x60 cm
Rückseitig auf dem Rahmen vom Künstler in Ölfarbe signiert "E L Kirchner"
Donald E. Gordon, Ernst Ludwig Kirchner, Mit einem kritischen Katalog sämtlicher Gemälde, Cambridge 1968,
Slg. Dr. Eberhard Grisebach, Jena (1918 direkt vom Künstler für Fr. 400.- erworben)
Slg. Guido Jenny, Ennenda (1948 vom Vorbesitzer erworben)
Privatbesitz Schweiz
Basel 2003/2004, Kunstmuseum, Ernst Ludwig Kirchner, Bergleben, Die frühen Davoser Jahre,
Auf dem ursprünglichen Chassis, in der alten Nagelung. Keile erneuert. In sehr guter Erhaltung. Im Orig.-Rahmen des Künstlers, mit Atelier- und Gebrauchsspuren
Das Gemälde "Alpenveilchen" malte Ernst Ludwig Kirchner im Sommer 1918 auf der Stafelalp. Anfangs September ging es ihm nicht gut und er wurde von Erna Schilling gepflegt, da er nicht gehen könne, wie er in einem Brief vom 1. September 1918 an Carl Hagemann erwähnte. Weiter schrieb er, dass er seine Bilder zurückhalte, weil er glaube, dass er etwas Ähnliches nie mehr malen könne
In einem Brief, auch von der Stafelalp aus, vom 8. September 1918 an Eberhard Grisebach erwähnte er erneut, dass er sich ausserordentlich schlecht fühle und spricht über Preise von Gemälden, unter anderem über das Bild "Alpenveilchen". Grisebach muss anlässlich eines Besuches auf der Stafelalp den Ankauf von 3 Bildern in Erwägung gezogen haben. Kirchner möchte gerne wissen, für welches der Bilder Grisebach sich entschieden habe. Der im Brief erwähnte Preis für die "Alpenveilchen" beträgt "Fr. 400.-", ein Freundschaftspreis und er bittet Grisebach aus diesem Grund, in Deutschland nicht über Verkaufspreise zu sprechen
Im Brief an Grisebach schreibt Kirchner über einen weiteren Wunsch: "Wenn ich ein Bild sehr gerne habe, bitte ich um eine Photographie. Das würde ich bei Ihnen bei den "Alpenveilchen", wenn Sie es behalten wollen, tun."
