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    Franz Gertsch : Dominique, 1988
    Franz Gertsch : Dominique, 1988
    Franz Gertsch : 47 Dominique
    Franz Gertsch : 47 Dominique

    Franz Gertsch

    Mörigen 1930 - lebt und arbeitet in Rüschegg Heubach

    47   

    Dominique

    Schätzpreis CHF 175'000 *
    Zuschlag CHF 150'000
    Angaben ohne Gewähr
    17.06.2022

    1988

    Farbiger Holzschnitt in Mauve. Caput mortuum, Quindo Rosa, Carminrot, Transparent-Oxid Gelb und Zinkweiss

    234x181 cm, Druckstock; 276x218 cm, Blattgrösse

    Rückseitig vom Künstler in Bleistift signiert und nummeriert "Franz Gertsch / 4/18"

    Werkverzeichnis

    Mason 1991, Kat. Nr. 8/c/c*

    Provenienz

    Direkt beim Künstler angekauft (1994) von

    Hess Art Collection, von dort an

    Privatsammlung Schweiz

    Literatur

    Angelika Affentranger-Kirchrath, Gertsch – Die Magie des Realen, Wabern 2004, pag. 161, reprod.

    Franz Gertsch – Hess Collection, Hess Art Collection 1999, pag. 45, reprod.

    Helmut Friedel, Ulrich Loock, Rainer Michael Mason, Franz Gertsch – Holzschnitte, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 1991, pag. 54/55, reprod., pag. 9 reprod. (Detail)

    Rainer Michael Mason, Riva Castelman, Dieter Ronte, Franz Gertsch – Grossformatige Holzschnitte; Cabinet des Estampes, Genf 1990, pag. 54/55, reprod., pag. 9 reprod. (Detail)

    Ausstellung

    Napa, Hess Art Museum, in der Dauerausstellung (vor 2006)

    Zustand

    Sehr schöner Abzug auf handgeschöpftem, cremefarbenem Kumohadamashi Japanpapier von Heizaburo Iwano. Einzelne Knitterfalten im äusseren Papierrand. Farbfrisch und in sehr gutem Zustand

    Erläuterungen

    Franz Gertsch gibt 1986 die Malerei für ein paar Jahre zu Gunsten des Holzschnitts auf. In dieser Drucktechnik findet er das ideale Medium, um ein Motiv in verschiedenen, monochromen Farbvariationen zu drucken. Vorlagen zu seinen Holzschnitten sind eigene Fotografien, die er in einem langwierigen Arbeitsprozess auf die Holzplatte überträgt. Mit einem kleinen Hohleisen setzt er ein feines Raster an "Lichtpunkten", die beim Druck das weisse Papier, manchmal auch den Unterdruck einer Tonplatte in einer anderen Farbe, durchleuchten lassen. Es entsteht so eine an Pixel erinnernde Rasterstruktur, aus welcher sich das Motiv erschliesst. Die Modelle für seine Porträts findet er in seiner nächsten Umgebung, hier in der in Schwarzenburg lebenden Lehrerin Dominique Sonnen, die Gertsch als ca. 25-jährige im Atelier von Balthasar Burkhard fotografiert. Die überdimensionale Präsenz des Porträts, die Fokussierung auf die Augenpartie und die schiere Grösse der Darstellung verleihen dem Werk eine "magische" Präsenz, der man sich nur schwer entziehen kann

    Vor jedem Handabzug wird die Platte gereinigt und neu eingefärbt. Jeder Druck wird handwerklich unter Mitarbeit von Nik Hausmann abgezogen, stets variiert in der Farbgebung und Druckintensität, so dass es sich bei den Abzügen faktisch um Unikate handelt. Es entstehen stets kleine Auflagen. Dominique wird in einer Auflage von lediglich 18 Abzügen mit dem Zeichnungsstock in verschiedenen Farben gedruckt. Dazu kommen 7 Künstlerabzüge sowie einige wenige Probedrucke. Der Druckstock besteht aus Lindenholz, der vorliegende Abzug ist in einem weichen Altrosa gehalten. Gedruckt werden gemäss Druckbuch des Künstlers folgende Farben: Caput mortuum, Quindo Rosa, Carminrot, Transparent-Oxid Gelb und Zinkweiss

    Gertsch gilt als grosser Erneuerer des Holzschnitts, der in der Moderne, anders als im Mittelalter, häufig lieber mit grossen Gesten und expressiv eingesetzt wurde. Dominique ist das "harmonischste" aller Modelle von Gertsch, ein wunderbares Porträt mit grosser Strahlkraft

    Wir danken der Familie Gertsch für die wertvollen Hinweise

    Franz Gertsch : Dominique, 1988
    Franz Gertsch : Dominique, 1988


    Bei den mit (*) bezeichneten Losen sind Zuschlagspreis sowie Aufgeld mehrwertsteuerpflichtig.

    KORNFELD
    Kennerschaft und Tradition seit 1864
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