Barcelona 1893 - 1983 Mallorca
1956
Steingut mit farbiger Engobenmalerei, glasiert
17,2x33x18,5 cm
An der Unterseite von dem Künstler und von dem Keramiker signiert "Miro / ARTIGAS"
Joan Punyet Miró/Joan Gardy Artigas, Joan Miró and Joseph Llorens Artigas, Ceramics, Catalogue raisonné, 1941-1981, Paris 2007,
Slg. Hermann Wünsche, Bonn
Galerie Maeght, Paris, dort erworben von
Privatsammlung
Auktion Christie’s, London, 19.6.2007,
Privatsammlung
Auktion Sotheby’s, New York, 15.11.2016,
Internationale Privatsammlung
José Pierre/José Corredor-Matheos, Céramiques de Miró et Artigas, Paris 1974,
Francesc Miralles, Llorens Artigas, Barcelona 1992,
Paris 1956, Galerie Maeght, Miró-Artigas, Terres de Grand Feu, cat. Derrière le miroir (no. 87-88-89),
Minimal berieben, in sehr guter Gesamterhaltung
Die Arbeit mit Keramiken bot Miró die Möglichkeit, neue kreative Wege zu gehen. In Zusammenarbeit mit dem Keramiker Josep Llorens Artigas und später auch mit dessen Sohn Joan entwickelte er seine Kunst in einer neuen Materialität weiter. Neben bemalten Vasen und Schalen war er bestrebt, auch neue Formen der Plastik umzusetzen. Analog zu anderen Arbeiten, die er mittels gefundener Gegenstände komponierte, finden sich im keramischen Œuvre auch Komposite mit gefundenem und neu geschaffenem Material. So auch in "Le lézard", bei welchem der untere Teil wohl eine Art "Backstein" darstellt, auf den eine zoomorphe Figur aufgesetzt wurde. Das Ensemble wurde danach zum Teil mit einer einheitlichen Glasur überzogen. Miró und Artigas haben beide signiert, Miró zusätzlich noch einen seiner charakteristischen Sterne aufgemalt. Die so entstandenen Keramiken sind stets Unikate; eine hübsche, stilisierte und leicht ironische Darstellung einer Echse
