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Pistoia 1910 - 1980 Viareggio
1948
Bronze
50x20x25 cm
Auf der Kruppe mit dem Künstlermonogramm "M.M" sowie auf der Basis noch einmal mit dem Künstlermonogramm "M.M"
Fondazione Marino Marini (Hrsg.), Marino Marini, Catalogue Raisonné of the Sculptures, Mailand 1998,
Abraham M. Hammacher, Marino Marini, Sculpture, Painting, Drawing, London 1970,
Patrick Waldberg, Herbert Read und Gualtieri di San Lazzaro, Marino Marini, Complete Works, New York 1970,
Abraham M. Hammacher, Marino Marini, Skulptur, Malerei, Zeichnung, Bremen 1972,
Mr. und Mrs. Schnelling, London (in den 1940er Jahren direkt vom Künstler erworben)
O’Hara Gallery, New York; dort 2000 erworben
Privatsammlung Schweiz
In sehr schönem Zustand, die Bronze zum Teil poliert, beim vorderen rechten Bein ein feiner Riss
Marinis frühe plastische Arbeiten können als neoklassisch bezeichnet werden, man spürt sein Interesse an der Antike und der Renaissance, die in ganz Italien präsent waren und sind. Ein klassisch antiker und später immer wieder aufgenommener Typus ist das "Reiterstandbild", das den Herrscher in Siegerpose auf seinem Pferd zeigt. Ab Mitte der 1930er Jahre lässt sich dieses Motiv im Œuvre des Künstlers nachweisen. Die Werkgruppen der "Cavalli" (Pferde) und der "Cavalieri" (Reiter), die nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen, werden bildprägend für die Kunstgeschichte. Es sind keine Herrscherbilder mehr, sondern Symbiosen eines Menschen, der nach Marini das "Vertikale", und eines Pferdes, das die "Horizontale" betont. Die unvergleichlichen Plastiken oszillieren häufig zwischen der sachlichen Gegenständlichkeit und expressiver Abstraktion. Neben eher "fröhlich" anmutenden Reitern gehören gerade die "versehrten" Pferdeplastiken, wie die hier angebotene, zu den Höhepunkten im Schaffen des Meisters. Die Plastik entstand 1948 in Gips und wurde in bloss vier Bronzen immer wieder verändert, d.h. das Gussmodell jeweils weiter bearbeitet, gegossen. Das rohe Schleifen des Gusses unterstreicht den Unikatscharakter des Werks. Eine "kompakte" und äusserst ausdrucksstarke Arbeit
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