1847 Berlin 1935
1876 oder 1881
Öl auf Holz
26,5x35,5 cm
Unten links vom Künstler in Ölfarbe signiert "M Liebermann". Rückseitig von anderer Hand bezeichnet "Amsterdam 1881"
Matthias Eberle, Max Liebermann, 1847-1935, Werkverzeichnis der Gemälde und Ölstudien, Band I, München 1995,
Slg. L. Uhle, Dresden (1911)
Slg. Dr. Franz Edgar Ullstein, Berlin (ca. 1927)
Slg. E. Hancke, Berlin (1937)
Slg. Mafalda Saulys, Berlin und Lugano
Auktion Christie's, London, 28.6.1977,
Privatsammlung, Hannover
Simon Hermann (Hrsg.), Was vom Leben übrig bleibt, sind Bilder und Geschichten, Max Liebermann zum 150. Geburtstag, Berlin 1997
Berlin 1927, Preussische Akademie der Künste, Max Liebermann, 80. Geburtstag,
Wien 1929, Max Liebermann, 50. Jahresausstellung der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens,
Berlin 1936, Jüdische Gemeinde, Max Liebermann,
Wien 1937, Neue Galerie, Max Liebermann,
Bern 1937, Kunsthalle, Max Liebermann,
Basel 1937, Kunsthalle, Max Liebermann,
Berlin 1997, Stiftung "Neue Synagoge Berlin-Centrum Judaicum", Was vom Leben übrig bleibt, sind Bilder und Geschichten, Max Liebermann zum 150. Geburtstag, Rekonstruktion der Gedächtnisausstellung des Berliner Jüdischen Museums von 1936,
Tadellos in der Erhaltung
Das Gemälde "Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus" (Eberle 1882/1) von 1882 gilt als Schlüsselstück im Schaffen von Max Liebermann. Bereits 1899 wurde es vom Städelschen Institut in Frankfurt am Main angekauft. Liebermann scheute keine Mühen zur Ausführung des Werkes. So beantragte er bereits 1876 eine Sondergenehmigung, Zeichnungen im Hof des historischen "Burgerweeshuis" fertigen zu dürfen und bat um die leihweise Überlassung einer der klassischen Trachten zu Studienzwecken. Er musste schriftlich versprechen, diese nicht zu unlauteren Zwecken, wie Maskenbällen zu missbrauchen. Das Gemälde stellte er dann später im Atelier in München fertig
Unsere Studie darf als die am genauesten dem fertigen Bild gleichende angesehen werden. Der Standort des Betrachters ist derselbe. Einzelne Mädchenkompositionen werden in der Endfassung übernommen. Eberle führt aus "Die grosse Nähe zur ausgeführten Komposition und die genauere, etwas ängstliche, zeichnerische Ausführung lassen die Annahme zu, diese Skizze sei als letzte von allen, vielleicht nicht mehr vor der Natur, sondern bereits im Atelier entstanden. Deshalb wäre auch eine Datierung auf das Jahr 1881 denkbar."
