Stampa 1868 - 1933 Glion
1900
Öl auf Leinwand
76x111 cm
Unten rechts vom Künstler in Ölfarbe signiert "Giovni Giacometti 1900"
Paul Müller/Viola Radlach, Giovanni Giacometti, Werkkatalog der Gemälde, Bd. II/1, Zürich 1997, Nr. 1900.06
Registro dei quadri , Heft 1, pag. 10,
Slg. Richard Kisling, Zürich, 1906 in der Zürcher Giacometti-Ausstellung erworben
Durch drei Erbschaften bis heute immer in Schweizer Familienbesitz
L., Der freie Rätier (Chur),
Hans Trog, Kunstchronik. Aus dem Künstlerhaus III: Giovanni Giacometti, in: Neue Zürcher Zeitung,
Wilhelm Wartmann, Richard Kisling. Ein Kunstfreund, 1862-1917, Zürcher Kunstgesellschaft, Neujahrsblatt 1923, Kunsthaus Zürich: Verlag der Zürcher Kunstgesellschaft, pag. 10
Beat Stutzer, Giovanni Giacometti - Zur Sammlungsgeschichte, in: Paul Müller/Viola Radlach, Werkkatalog der Gemälde, Bd. II/1, Zürich 1997, pag. 24
Silvia Volkart, Richard Kisling (1862-1917), Sammler, Mäzen und Kunstvermittler, Bern 2008, pag. 91, reprod. in Farben
Vevey 1901, Bâtiment des Beaux-Arts, VII Exposition nationale suisse des Beaux-Arts, 2. Abteilung,
Bremen 1902, Grosse Kunstausstellung
Zürich 1906, Künstlerhaus, VI. Serie 1906. Giovanni Giacometti u.a.,
Zürich 1913, Kunsthaus, Eine Zürcher Privat-Sammlung, Schweizerkunst des 19. und 20. Jahrhunderts,
Auf dem originalen Chassis, in alter Nagelung. Rückseitig auf der Leinwand eine Ölskizze mit weidendem Schaf vor Berglandschaft mit Häusern. Tadellos in der Erhaltung, vollkommen farbfrisch
Die beiden zeitlebens engbefreundeten Maler Giovanni Giacometti und Cuno Amiet überwanden ihre örtliche Distanz, Amiet lebte auf der Oschwand und Giacometti in Stampa und Maloja, durch einen intensiven Briefwechsel. Amiet schreibt im Brief vom 22. Juni 1901 an Giacometti: "Hodler erzählte auch mit Bewunderung von einer Schafweide, die Du nach Vevey geschickt hast." Ferdinand Hodler besuchte Amiet auf der Oschwand und erzählte ihm vom grossen Erfolg Giacomettis in der Genfer Künstlergemeinschaft. In der Kunstausstellung in Bremen 1902 stellte Giacometti das Werk erneut aus, nachdem er es etwas überarbeitet hatte. So schreibt Giacometti an Amiet im Brief vom 25. November 1901: "(...) erhielt ich eine Einladung für eine Ausstellung in Bremen. Ich habe das Portrait meines Vaters und das Schafbild von Vevey hingeschickt. Letzteres ist zwar noch hier. Ich habe an den Schafen etwas geändert so dass sie jetzt besser im Licht stehen. Die harten, metallischen Reflexe habe ich beseitigt." Anlässlich der Einzelausstellung von Giacometti im Künstlerhaus Zürich im Jahr 1906 erwarb Richard Kisling das hier angebotene Werk
Auf dem Gemälde sind im Hintergrund die Häuser des westlichen Quartiers von Coltura bei Stampa, Bergell, ersichtlich
Wir danken Marco Giacometti, Präsident der Stiftung Centro Giacometti, für diese Information
