La Chaux-de-Fonds 1887 - 1965 Roquebrune-Cap-Martin
1939/1957
Grattage in mit schwarzer Kaseinfarbe beschichteter Rhodoid-Folie
71,5x43,5 cm, Blattgrösse
Unten rechts von Künstler eingeritzt das Monogramm, das Datum und die Bezeichnung "L-C / 1939 / 27 / 8 / 57 8"
Echtheitsbestätigung von Naïma Jornod, datiert vom 6. Juli 2020, liegt vor
Galerie Arteba (Hans Grieshaber), Zürich; Nachlass Grieshaber; Galerie Hachmeister, Münster; Privatsammlung Schweiz
In den Ecken und an den Rändern einige Farbverluste (wohl durch Rahmung). In sehr guter Gesamterhaltung
Schon früh entdeckte der Künstler die “Ritztechnik” (Grattage) als Ausdrucksform. Eine transparente Kunststofffolie wurde dabei mit Farbe bestrichen – und diese dann mit Kratzwerkzeugen von unterschiedlicher Stärke weggekratzt. In den 1950er und 1960er Jahren nahm Le Corbusier etliche Motive aus den dreissiger Jahren wieder auf, versehen mit zwei Daten: Das Jahr, in welchem er sich mit dem Thema befasste (hier 1939), und das Jahr, in welchem die Arbeit entstanden ist (hier 1957). Die Nummer “8” unter dem Datum steht für die Nummerierung der Arbeit innerhalb einer Serie in derselben Technik mit unterschiedlichen Sujets. Das vorliegende Motiv steht in engem Zusammenhang mit dem Gemälde "Femme à la bougie I" (Jornod 332) und der dort abgebildeten Zeichnung unter "fig. 613". Das Thema beschäftigt den Künstler über mehrere Jahrzehnte, 1955 malt er "Icône" (Jornod 417), sehr ähnlich in der Darstellung wie "Femme à la bougie"
