La Chaux-de-Fonds 1887 - 1965 Roquebrune-Cap-Martin
1920
Federzeichnung in Tusche, zum Teil mit Farbstift akzentuiert
24x26 cm, Blattgrösse
Unten rechts vom Künstler in Feder in Tusche signiert und datiert "Jeanneret 20"
Echtheitsbestätigung von Naïma Jornod, datiert vom 6. Juli 2020, liegt vor
Galerie Arteba (Hans Grieshaber), Zürich; Nachlass Grieshaber; Galerie Hachmeister, Münster; Privatsammlung Schweiz
Paris 2015, Centre national d’art et de culture Georges-Pompidou, Le Corbusier, mesures de l'homme,
Auf festem, blauen Karton; die Rückseite eines Zeichenhefts. Mit Atelierspuren, rückseitig Spuren einer alten Montage und dem Etikett eines Malutensilien-Geschäftes. In sehr guter Gesamterhaltung
Die Zeichnung ist ein Glücksfall im Œuvre von Le Corbusier, haben sich doch über der sehr schön ausgearbeiteten, puristischen Darstellung auch die "Tracés régulateurs" erhalten, also das vom Künstler erstmals in der Publikation "Esprit Nouveau" festgelegte Prinzip gegen die Willkür ("contre l’arbitraire"), das später auch in der bahnbrechenden Theorie des Modulors aufgehen sollte. Die Zeichnung ist eine Vorarbeit zum Gemälde "Nature morte à la pile d’assiettes" oder "Guitare Clair de lune" von 1920 (Jornod 14), wobei der Künstler im Gemälde schliesslich die Position der Gitarre umgedreht hat. Eine seltene, frühe Arbeit des wichtigen Künstlers und Architekten
