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Saint-Quentin 1886 - 1966 Cannes
1927
Öl auf Leinwand
60x57 cm
Unten rechts vom Künstler in weisser Ölfarbe signiert und datiert "Ozenfant 1927"
Margaret Guénégan/Pierre Guénégan, Amédée Ozenfant, Catalogue raisonné, St. Albans 2012,
Slg. Raoul La Roche, Paris, durch Erbschaft an
Privatsammlung Schweiz
Ausstellungskatalog Kunstmuseum Basel, Ein Haus für den Kubismus - Die Sammlung Raoul La Roche, Ostfildern-Ruit, Hatje, 1998,
Susan Ball, Ozenfant and Purism: the evolution of a style, 1915-1930, Ann Arbor, UMI Research Press, 1981
Saint Quentin/Mulhouse/Besançon/Mâcon 1985/1986, Musée Antoine Lécuyer/Musée des Beaux Arts/Musée des Beaux Arts/Musée des Ursuline, Amédée Ozenfant,
Auf dem originalen Chassis, in der originalen Nagelung. Mit dünner Rahmenleiste. Mit vereinzelten Craquelüren in der pastosen Farbe. Farbfrisch und in sehr guter Gesamterhaltung
Amédée Ozenfant begründete zusammen mit Charles-Edouard Jeanneret (Le Corbusier) den "Purismus" als neue Stilrichtung der modernen Kunst. Sie legten die Kriterien im Manifest "Après le cubisme" von 1918 fest. Der Purismus zeichnet sich dadurch aus, dass ein beschränktes Repertoire simpler Alltagsgegenstände wie Flaschen, Gläser oder Gitarren als zentrale Bildmotive verwendet wurde. In strengen, klaren Formen und einer auf Erdfarben reduzierten Farbpalette wurden die Werke meistens als Stillleben umgesetzt. Ozenfant schrieb 1927 einen Artikel in "Les Cahiers d’Art", in welchem er seine Vision über "Le Purisme" noch einmal formulierte. Ab 1928 weichte er seine klaren Vorstellungen auf und fand zu einer freieren Malart
"Vases" ist ein Meisterwerk puristischer Komposition: Zentral das Arrangement von drei Vasen, das Ozenfant in genau dieser Form ab 1925 in mehreren Werken verwendet hat, eingefasst von mehreren gemalten, strukturierten Rahmen. Die Vasen, bei anderen Gemälden ist vom "dorischen Stil" die Rede, entbehren jeglicher Perspektive und sind völlig frontal gemalt. Die doppelt gemalte Rahmung und die pastos aufgetragene Farbe erzeugt im Gemälde jedoch eine unglaublich verblüffende Tiefenwirkung. Das Hauptwerk der Gruppe, "Grande nature morte" (Guénégan 1926/010) befindet sich im Musée d'Art Moderne de la ville de Paris. Das hier angebotene Gemälde gehört mit seiner Kompaktheit zweifellos zu den schönsten Arbeiten des Künstlers. Es wurde vom grossen Förderer und Sammler Raoul La Roche erworben; seine Sammlung umfasste 25 Gemälde von Ozenfant
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