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Pistoia 1910 - 1980 Viareggio
1948
Bronze
50x28x20 cm
Auf der Kruppe mit dem Künstlermonogramm "M.M" sowie auf der Basis noch einmal mit dem Künstlermonogramm "M.M" und dem Giesserstempel "Fonderia d'Arte / MAF / Milano"
Abraham M. Hammacher, Marino Marini, Sculpture, Painting, Drawing, London 1970,
Echtheitsbestätigung der Fondazione Marino Marini, datiert vom 21. Dezember 2017, liegt vor. Die Bronze ist unter der Nummer 346 im Archiv eingetragen
Hanover Gallery, London
Louise le Brocquy, London
Privatsammlung England
Internationale Privatsammlung
Schöner Guss, mit strukturierter Patina. In tadelloser Erhaltung
Marinis frühe plastische Arbeiten können als neoklassisch bezeichnet werden, man spürt sein Interesse an der Antike und der Renaissance, die in ganz Italien präsent waren und sind. Ein klassisch antiker und später immer wieder aufgenommener Typus ist das “Reiterstandbild”, das den Herrscher in Siegerpose auf seinem Pferd zeigt. Ab Mitte der 1930er Jahre lässt sich dieses Motiv im Œuvre des Künstlers nachweisen. Von 1943 bis 1947 begibt er sich mit seiner Frau Marina ins Exil in die Schweiz. Dort trifft er sich unter anderem mit Alberto Giacometti, Fritz Wotruba, Otto Bänninger, Hermann Haller oder Germaine Richier; die Begegnungen mit diesen Kunstschaffenden beeinflussen seinen Stil nachhaltig. Und so sind es denn vor allem diejenigen Arbeiten, die nach seinem Tessiner Exil entstehen, die ikonisch in der Bildhauerei nach dem Zweiten Weltkrieg werden. Die Werkgruppen der “Cavalli” (Pferde) und der “Cavalieri” (Reiter) werden bildprägend für die Kunstgeschichte. Es sind nicht mehr Herrscherbilder, sondern Symbiosen eines Menschen, der nach Marini das “Vertikale”, und eines Pferdes, das die "Horizontale" betont. Die unvergleichlichen Plastiken oszillieren häufig zwischen der sachlichen Gegenständlichkeit in Richtung expressiver Abstraktion. Neben eher “fröhlich” anmutenden Reitern gehören gerade die “versehrten” Pferdeplastiken, wie die hier angebotene, zu den Höhepunkten im Schaffen des Meisters. Die Plastik entstand 1948 in Gips und wurde in vier Bronzen gegossen. Eine “kompakte” und äusserst ausdrucksstarke Arbeit
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