Moskau 1866 - 1944 Neuilly-sur-Seine
1929
Gouache, Aquarell und Tusche
50,1x25 cm, Aquarell - 61,8 x37,1 cm, Unterlagekarton
Unten links vom Künstler in Feder in Tusche monogrammiert und datiert "VK / 29", rückseitig in Weiss monogrammiert, bezeichnet, betitelt und datiert "VK / N° 348 - Versunken / 1929"
Vivian Endicott Barnett, Kandinsky, Werkverzeichnis der Aquarelle, 2. Band, 1922-1944, Ithaca 1994,
Handliste: Aquarelle 'iv 1929,
Nina Kandinsky, Paris
Galerie Maeght, Paris (erworben 1974), rückseitig mit dem Etikett und der Fotonummer 4305
Slg. Adrien Maeght, Paris
Privatsammlung, Paris
Auktion Loudmer Scp., Paris, 13.6.1994,
Internationale Privatsammlung
Auswahl:
Saarbrücken 1930, Staatliches Museum, Kollektiv-Ausstellung Wassily Kandinsky,
Luzern 1953, Galerie Rosengart, Kandinsky, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen,
Madrid/Sevilla 1979, Fundación Juan March/Museo Contemporaneo, Kandinsky, 1923-1944,
Paris 1987, Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris, Domela,
New York 2004, Helly Nahmad Gallery, Kandinsky, Sounds of Colours, pag. 92
Mailand 2012, Fondazione Antonio Mazzotta, Wassily Kandinsky e l'arte astratta tra Italia e Francia,
Montiert auf schwarzen Unterlagekarton, minime Atelierspuren. Farbfrisch und in sehr guter Gesamterhaltung
Das vorliegende Blatt entstand während Kandinskys Lehrtätigkeit am Bauhaus in Dessau. Obwohl seine 1926 herausgegebene Schrift “Punkt und Linie zu Fläche. Beitrag zur Analyse der malerischen Elemente” im Zentrum seines Schaffens am Bauhaus stand, begann er sich Ende der 1920er Jahre wieder vermehrt für seine 1911 in “Über das Geistige in der Kunst. Insbesondere in der Malerei” publizierten Thesen zur Kunst zu interessieren. So postulierte er etwa, dass jede Farbe ihren eigenen symbolischen Klang und ihre eigene Bedeutung habe, und dass Form und Farbe miteinander verbunden seien. “Rot” betrachtete er als besonders kräftige Farbe, gab den verschiedenen Nuancierungen verschiedene Bedeutungen, “Klangfarben”, die auch musikalische Assoziationen wecken sollen. Der “Kreis” nimmt im Œuvre eine besondere Stellung ein; er dominiert wie eine Sonne die Komposition. Am Bauhaus experimentierte Kandinsky mit einem Spritzverfahren von Aquarellfarbe, das feine Farbverläufe und mittels Schablonnen auch unterschiedliche “Dichten” im Farbauftrag möglich macht, was sich eindrücklich an der hier angebotenen Arbeit ablesen lässt. Eine sehr poetische Arbeit in verschiedenen Rottönen
