Leiden 1606 - 1669 Amsterdam
1641
Radierung, mit der kalten Nadel leicht überarbeitet
14,5x20,8 cm, Plattenkante - 15,6x21,8 cm, Blattgrösse
The New Hollstein (Hinterding/Rutgers) 200
White/Boon 233
Slg. Hermann Weber, Bonn, 1817-1854, Lugt 1383, im Auktionskatalog seiner Sammlung bei R. Weigel, Leipzig, ab 28. April 1856, unter Nummer 354, aufgeführt mit "Superbe épreuve, d'une rare beauté, le fond fort sale; elle est tirée sur un papier très fort et a tout autour 5 mm de marge. Extrèmement rare"
Slg. Heinrich Friedrich de la Motte-Fouquet, Köln, 1795-1874, Lugt 778, in der Auktion dieser Slg. bei Heberle in Köln am 24. Mai 1875 unter Nummer 72, dort ausgezeichnet mit "superbe épreuve" und nahezu gleichem Kommentar wie im Katalog Weigel
Prachtvoller Frühdruck in tadelloser Erhaltung, auf Papier mit Wasserzeichen des unteren Teiles einer "Strassburger Lilie" mit "4" und zwei Buchstaben, vgl. Hinterding, Wasserzeichen, Bd. III, pag. 438. Eines der schönsten Exemplare in perfekter Erhaltung
Selten, die Platte ist früh verloren gegangen, es gibt keine Spätdrucke. Bei Nowell Usticke mit "R" für selten und dem Kommentar "very uncommon, a popular subject"
Rembrandt war Sohn eines Müllers mit einer Mühle auf den Wällen von Leiden, er verbrachte dort seine Kinderjahre. In früheren Werkverzeichnissen wird das Blatt als die Mühle von Rembrandt in Leiden bezeichnet. Es handelt sich aber um eine Mühle auf der Befestigung von Amsterdam, genannt "De kleine Stinkmolen". Die Mühle gehörte zur Zunft der Ledergerber und diente dem Behandeln von Leder mit Lebertran. Der sich verbreitende starke Geruch gab ihr ihren Namen, sie stand auf dem Bollwerk "de Passeerder"
