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    Augusto Giacometti : Friede, 1915
    Augusto Giacometti : Friede, 1915
    Augusto Giacometti : 42 Friede

    Augusto Giacometti

    Stampa 1877 - 1947 Zürich

    42   

    Friede

    Schätzpreis CHF 1'000'000
      GBP 930'000
    Zuschlag CHF 1'300'000
    Angaben ohne Gewähr
    17.06.2005

    1915

    Öl auf Leinwand

    90:123,5 cm

    Unten links vom Künstler in Pinsel in Ölfarbe voll signiert "AUGUSTO / GIACOMETTI". Rückseitig auf dem Keilrahmen in Bleistift "Augusto Giacometti Friede"

    Werkverzeichnis

    Erwin Poeschel/Hans Hartmann, Augusto Giacometti, Chur, Bündner Kunstmuseum, 1981, Nr. 832, reprod. in Farben pag. 124

    Provenienz

    Sammlung Arthur Stoll, Herausgegeben vom Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft in Zürich, Zürich/Stuttgart 1961, Kat. Nr. 210, ganzseitig reprod.

    Literatur

    Beat Stutzer/Lutz Windhöfel, Augusto Giacometti, Leben und Werk, Chur 1991, ganzseitig reprod.in Farben

    Ausstellungen

    Zürich 1915, Kunsthaus, Ausstellung der Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten

    Chur 1981, Bündner Kunstmuseum, Augusto Giacometti, Pionier der abstrakten Malerei, ohne Etikette, vermutlich ausgestellt

    Zustand

    Tadellos und vollkommen farbfrisch in der Erhaltung, auf dem alten Chassis, nicht gefirnisst

    Erläuterungen

    Eines der bedeutendsten Werke des Künstlers, entstanden 1915 im zweiten Kriegsjahr, eine Gruppe von jungen Menschen darstellend und die Friedenssehnsucht dokumentierend, mit starken Abstraktionstendenzen im Bildaufbau

    Augusto Giacometti, als Sohn eines Kleinbauern 1877 in Stampa geboren, besuchte die Primarschule, später die Sekundarschule in Zürich und die Kantonsschule in Chur. Von 1894 bis 1897 folgte eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Zürich, mit dem Zeichenlehrer-Diplom als Abschluss. Ab 1897 hielt er sich einige Jahre in Paris auf, durch eine enge Zusammenarbeit mit Eugène Grasset wurden seine Arbeiten durch den Jugendstil stark beeinflusst. In die Jahre 1902 bis 1915 fällt ein längerer Aufenthalt in Florenz, immer wieder unterbrochen durch Besuche im heimatlichen Stampa im elterlichen Haus in der unteren Dorfhälfte. Nach dem Kriegseintritt Italiens liess sich der Künstler 1915 in Zürich nieder, mit einem Atelier an der Rämistrasse, pflegte aber weiter enge Kontakte zu Stampa

    In den Jahren von 1910 bis 1917 erreicht das Schaffen von Augusto Giacometti einen grossartigen Höhepunkt, vor allem die Werke in ihrer tachistischen Malweise (gespachtelte, kleine Farbfelder) gehören zu den Meisterwerken der internationalen Entwicklung der bildnerischen Ausdrucksweise in dieser Zeitspanne

    Augusto Giacometti : Friede, 1915
    Augusto Giacometti : Friede, 1915

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