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    Cuno Amiet : Mutter und Kind auf blumenübersäter Wiese, 1906
    Cuno Amiet : Mutter und Kind auf blumenübersäter Wiese, 1906
    Cuno Amiet : 2 Mutter und Kind auf blumenübersäter Wiese
    Cuno Amiet : 2 Mutter und Kind auf blumenübersäter Wiese
    Cuno Amiet : 2 Mutter und Kind auf blumenübersäter Wiese
    Cuno Amiet : 2 Mutter und Kind auf blumenübersäter Wiese
    Cuno Amiet : 2 Mutter und Kind auf blumenübersäter Wiese
    Cuno Amiet : 2 Mutter und Kind auf blumenübersäter Wiese

    Cuno Amiet

    Solothurn 1868 - 1961 Oschwand

    2   

    Mutter und Kind auf blumenübersäter Wiese

    Zuschlag CHF 3'300'000
    Angaben ohne Gewähr

    Ausrufzeit 17.06.2022,
    circa 14.30 Uhr (+/- 30 Min.)

    1906

    Öl auf Leinwand

    99,5x91,5 cm

    Unten rechts vom Künstler in Ölfarbe signiert und datiert "C. Amiet / 1906"

    Werkverzeichnis

    Franz Müller/Viola Radlach, Cuno Amiet, Die Gemälde 1883-1919, Teilband 1, Zürich 2014, Nr. 1906.07

    Provenienz

    Slg. Dr. Hermann Kurz, direkt vom Künstler erworben (1906), durch Erbschaft an
    Privatsammlung Schweiz

    Literatur

    Hermann Kesser, Neue Schweizer Malerei, in: Deutsche Kunst und Dekoration, 20, 1907, Heft 11, pag. 289 (dort betitelt "Mutter und Kind"), reprod.
    Wilhelm Schäfer, Cuno Amiet, in: Die Rheinhalde, Bd. 20, 1910, pag. 255 (dort betitelt "Junge Mutter"), reprod.
    Gotthard Jedlicka, Über ein Bild von Cuno Amiet, in: Galerie und Sammler, 5, 1937, Heft 6, pag. 112-116 (dort betitelt "Mutter und Kind"), reprod.
    Ay. de M., Cuno Amiet au Kunsthaus, in: Gazette de Lausanne, 1938, Nr. 140 (dort betitelt "La mère et l'enfant dans le champ de dents de lion")
    Wilhelm Wartmann, Cuno Amiet siebzigjährig, in: Zürich Kunsthaus 1938, pag. 8 (dort betitelt "Mutter im Löwenzahn")
    Gotthard Jedlicka, Zur schweizerischen Malerei der Gegenwart, Erlenbach-Zürich, 1947, pag. 112-116 (dort betitelt "Mutter und Kind"), reprod. nach pag. 72
    George Mauner, Cuno Amiet, Zürich/Schwäbisch Hall 1984, pag. 28 (dort betitelt "Mutter und Kind in der Wiese"), reprod.
    Viola Radlach, Cuno Amiet – Giovanni Giacometti. Briefwechsel, hrsg. von Viola Radlach, Zürich 2000, Reprod. 32, Nr. 266

    Ausstellungen

    Zürich 1910, Kunsthaus, Ausstellung zur Eröffnung des Kunsthauses am Heimplatz, Kat. Nr. 327 (dort betitelt "Mutter und Kind")
    Evtl. Zürich 1922, Kunsthaus, Cuno Amiet, Kat. Nr. 25 (dort betitelt "Mutter und Kind")
    Zürich 1927, Kunsthaus, Ausstellung von Werken aus dem Besitz von Mitgliedern der Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, Kat. Nr. 20 (dort betitelt "Mutter und Kind")
    Paris 1932, Galerie Georges Petit, Exposition Cuno Amiet, Kat. Nr. 86 (dort betitelt "Mère et enfant")
    Zürich 1937, Galerie Aktuaryus, Mutter und Kind (Gemälde, Aquarelle, Graphik), Kat. Nr. 1 (dort betitelt "Mutter und Kind")
    Zürich 1938, Kunsthaus, Cuno Amiet. Zeichnungen, Aquarelle, Gemälde in Öl, Pastell, Wachsfarben, Kat. Nr. 144 (dort betitelt "Mutter und Kind")
    Basel 1938, Kunsthalle, Cuno Amiet, Kat. Nr. 146 (dort betitelt "Mutter und Kind")

    Zustand

    Auf originalem Chassis, in der alten Nagelung. Pastoser Farbauftrag, stellenweise mit wenigen, minimen Krakelüren. In tadelloser Erhaltung

    Erläuterungen

    Cuno Amiet malte das Sujet von Mutter und Kind in einem Garten in zwei stilistischen und formal unterschiedlichen Fassungen (WK Nr. 1905.06 und WK Nr. 1906.07). In beiden Fassungen ist Louise Grütter als Modell erkennbar, die Amiet in einer Reihe von Werken ab 1905 als junge Mutter porträtierte. Louise Grütter-Geel war eine Bäuerin aus der Nachbarschaft auf der Oschwand. Sie half in späteren Jahren Anna Amiet bei der Pflege von Haus und Garten
    Die erste Fassung (WK Nr. 1905.06) wurde schon im Jahr ihrer Entstehung 1905 von dem Kunstmuseum Basel angekauft. Das vorliegende Werk, die grössere Fassung dieses Mutter-Kind-Sujets, war vom Zürcher Bankdirektor und Sammler Dr. Hermann Kurz (1857-1943) in Auftrag gegeben worden. In einem Brief vom 29. Januar 1906 an Cuno Amiet schilderte der Zürcher Sammler Richard Kisling (1862-1917), der Amiet den Auftrag vermittelt hatte, seine ersten Eindrücke: "Herr Dir. Kurz hat mich eingeladen, Ihr Gemälde anzusehen. Ich finde es einfach grossartig und würde, wenn es eine gute Eigenschaft wäre, Neid empfinden. Es hat sich gelohnt, so lange zu warten, denn das erste Bild war ja schön, aber nicht so prachtvoll wie dieses. Das Wickelkind mit den Händchen und die besorgte Mutter ist reizend und die Farben des weissen Leinen mit den rötlichen und grünlichen Reflexen entzückend."
    Mit Richard Kislings Hinweis auf ein erstes Bild wird wohl das Bild im Kunstmuseum Basel gemeint sein, das dem vorliegenden in der Komposition der Figuren entspricht. Die detailreichere Ausführung von "Mutter und Kind" in der ersten Fassung sowie die Komposition des Hintergrundes unterscheiden die beiden Werke. Auffallend sind beim vorliegenden Bild die angeschnittenen Baumstämme am hohen Horizont und der kleine, mit Löwenzahn bewachsene Hügel, der das quadratische Format beinahe ganz ausfüllt. Während die Basler Fassung zu Amiets Lebzeiten nicht ausgestellt wurde, war das für Dr. Hermann Kurz gemalte Gemälde öfter in Ausstellungen zu sehen. Drei rückseitig auf der Leinwand und auf dem Keilrahmen angebrachte Pariser Zollstempel weisen zudem auf die grosse internationale Einzelausstellung Cuno Amiets von 1932 in der Galerie Georges Petit in Paris hin
    Das Werk verblieb seit dem Ankauf direkt beim Künstler im Jahre 1906 in Schweizer Familienbesitz


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