Auktion 274 : Kunst des 19. und 21. Jahrhunderts Teil 2 16.09.2021
95 356 PAUL KLEE Münchenbuchsee bei Bern 1879–1940 Muralto Prähistorische Flora (25000.–) Feder in bräunlicher Tinte, auf Velin, vom Künstler auf Unterlagekarton aufgezogen, auf dem Unterlagekarton mit der Werknummer «1920 146» und dem vollem Titel. 18,5×28,3 cm, Zeichnung; 21×35 cm, Unterlagekarton 1920 – Werknummer 1920.146. Paul Klee, Catalogue raisonné, Bd. 3, Nr. 2491. Unten links vom Künstler in Feder in Tusche signiert «Klee». Sauber in der Erhaltung, Knick im Oberrand der Unterlage, auf der Kante der Zeichnung. Die Tinte der ursprünglichen Zeichnung vermutlich etwas verblasst. – Provenienz: Lily Klee, Bern, 1940–1946; Heinz Berggruen, Paris, 1964–1965; Privatsammlung USA; Privatsammlung Kanada. – Literatur: Christian Geelhaar, Klee Zeichnungen, Köln 1975, Abb. 47; Richard Verdi, Klee and Nature, London 1984, pag. 96, reprod. – Klee war aber auch von prähistorischen Ausgrabungen fasziniert, was unter anderem durch Postkarten belegt ist. Die vorliegende Arbeit mag als Zeugnis dieser Faszination gesehen werden * 357 PAUL KLEE Münchenbuchsee bei Bern 1879–1940 Muralto Orgelberg (25000.–) Federzeichnung. 22,3×32 cm, Blatt; 35×49,2 cm, Unterlagekarton 1934 – Werknummer 1934,75 (M 15). Paul Klee, Catalogue raisonné, Bd. 7, Nr. 6613. Oben rechts vom Künstler in Feder inTusche signiert «Klee». Vom Künstler auf Unterlagekarton aufgelegt, unten mit Abschlussstrich und unter demAbschluss- strich in Feder inTusche datiert, bezeichnet und betitelt «1934 M 15 Orgelberg». Auf beigem Bütten, dünner glatter Unter- lagekarton. DieTusche minim verblasst, in sauberer Erhaltung. – Provenienz: Lily Klee (1940–1946); Klee Gesellschaft, Bern (ab 1946); Slg. Hermann und Margrit Rupf, Bern; Galerie Renée Ziegler, Zürich (bis 1964); dort erworben für Privatsammlung Bern. – Literatur: Will Grohmann, Paul Klee. Handzeichnungen, Wiesbaden 1951, pag. 5, reprod. – Ausstellungen: Zürich 1940, Graphische Sammlung ETH; Gedächtnisausstellung Paul Klee. 1879–1940, Kat. Nr. 117 – Von den Nationalsozialisten als «entarteter Künstler» und als «politisch unzuverlässig» eingestuft, wurde Klee im April 1933 fristlos aus der Professur an der Kunstakademie Düsseldorf beurlaubt. Das Ehepaar Klee emigrierte in der Folge Ende Dezember 1933 in die Schweiz und zog an Heiligabend in Klees Elternhaus in Bern ein. Eine sehr schöne Zeichnung aus dieser Zeit des Umbruchs
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