Auktion 274 : Kunst des 19. und 21. Jahrhunderts Teil 2 16.09.2021
69 295 FERDINAND HODLER Bern 1853–1918 Genf Weiblicher Akt (15000.–) Bleistift auf Papier, quadriert. 126,7×60,8 cm Um 1903. Vgl. Bätschmann/Müller 1341, dort reprod. Unten rechts mit dem Nachlassstempel «Ferd. Hodler». Auf grauem Velin, aufgezogen auf Leinwand, mit Atelierspuren, sonst in tadelloser Erhaltung. – Provenienz: Nachlass Ferdinand Hodler; Succession Berthe Hodler, Vente Berthe Hodler, Genf, 14.4.1958, rückseitig mit dem Stempel; Privatsammlung Schweiz. – Die schön ausge- arbeitete Gouache «Weiblicher Akt auf Waldwiese stehend», die sich heute im Kunstmuseum St. Gallen befindet, ist mit der hier angebotenen, sehr schön ausgearbeiteten, quadrierten Zeichnung verwandt. Die Quadrierung lässt darauf hindeuten, dass Hodler eine Umsetzung in Öl plante – ein Gemälde hat sich nach heutigem Kenntnisstand jedoch nicht erhalten. Die Zeichnung zeugt eindrück- lich vom meisterlichen Umgang Hodlers mit dem Medium; selten blieben so grossformatige Zeichnungen in dieser Qualität erhalten 296 FERDINAND HODLER Bern 1853–1918 Genf Figurenstudien zu «Der bewunderte Jüngling» (3000.–) Zeichnung in Bleistift, quadriert. 36×33,5 cm Um 1903. Rückseitig mit Bestätigung von Berthe Hodler in Blei- stift «Ce dessin est de mon mari / Ferdinand Hodler / Berthe Hod- ler». Auf gräulichem Bütten, mit einer Fehlstelle in der linken unteren Ecke, mit einem kleinen Löchlein unten sowie Reissna- gellöchlein, die äussersten Ränder stellenweise leicht gestaucht und mit wenigen Einrissen. – Provenienz: Privatsammlung Schweiz. – Dargestellt ist zweimal die zweite Figur von links, am linken Bildrand skizziert der Künstler die erste weibliche Figur von rechts des Ölgemäldes von 1903 (vgl. Bätschmann/Müller 1348), das sich im Depositum der Gottfried Keller-Stiftung im Kunsthaus Zürich befindet und das er für eine Ausstellung in der Wiener Secession geschaffen hat 297 FERDINAND HODLER Bern 1853–1918 Genf Studie zu «Bewunderung» (4000.–) Zeichnung in Bleistift und Tinte, leicht quadriert. 33,8×25,2 cm 1903. Unten links mit dem geprägten Nachlassstempel und der Nachlassnummer «15» in Bleistift im Rund. Auf Velin, mit Licht- rand, wenigen Flecken und vereinzelten Reissnagellöchlein in den Ecken, verso mit Packpapier eingefasst. – Schöne Vorzeich- nung zum Ölgemälde «Bewunderung» von 1903, das sich seit 1966 im Kunstmuseum Bern befindet (vgl. Bätschmann/Müller 1337). Als Modell diente Berthe Hodler
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