Ventes aux enchères 271 : Art du 19ème au 21ème siècle partie 2 13.06.2019
88 383 EMMA KUNZ Brittnau 1892–1963 Waldstatt Werk Nr. 042 (10000.–) Farbstift, Zimmermannsstift, Bleistift und farbige Fett- kreiden. 76×75 cm, Darstellung und Blattgrösse Rückseitig mit dem Nachlassstempel und der Nr. 042. Auf dünnemMillimeterpapier, das Papier leicht gebräunt. Farb- frisch und tadellos in der Gesamterhaltung, in den Ecken Reissnagellöcher/Atelierspuren. – Provenienz: Nachlass Emma Kunz; in der Ausstellung im Aargauer Kunsthaus angekauft für Privatsammlung Schweiz. – Ausstellungen: Aarau 1973/1974, Aargauer Kunsthaus, Der Fall Emma Kunz, Kat. Nr. 70, reprod. auf pag. 17; Mailand 1975, Gal- leria San Fedele, Emma Kunz, reprod.; Zürich 1999, Kunst- haus, Steiner – Beuys – Belyj – Kunz, Richtkräfte für das 21. Jahrhundert. – Emma Kunz beschäftigte sich seit ihrer Kindheit mit aussergewöhnlichen Phänomenen und begann ab 18 Jahren mit dem Pendel zu arbeiten. Ab 1938 begann sie mittels Pendel auch grossformatige Arbeiten auf Millimeterpapier zu bringen. Das vorliegende Werk ist eines aus der Gruppe der vollkommen zentralsymmetrisch gehaltenen Blätter. Die Formensprache ist rein geomet- risch, über die Verwendung der Farben und Formen ist nichts weiter bekannt. Es liegt aber die Vermutung nahe, dass sie als Mandalas gelesen werden können, also Arche- typen der Ganzheit. Berauschende Komposition der wich- tigen, lange verkannten Mystikerin und Künstlerin 384 EMMA KUNZ Brittnau 1892–1963 Waldstatt Werk Nr. 099 (10000.–) Farbstift, Zimmermannsstift und Bleistift auf Millime- terpapier. 66×66 cm, Darstellung und Blattgrösse Rückseitig mit dem Nachlassstempel und der Nr. 099. Auf cremefarbenem, dünnem Millimeterpapier, farbfrisch und tadellos in der Erhaltung, in den Ecken Reissnagellöcher/ Atelierspuren. – Provenienz: Nachlass Emma Kunz; in der Ausstellung im Aargauer Kunsthaus angekauft für Privat- sammlung Schweiz. – Literatur: Fritz Billeter, Die magische Geometrie der Pendlerin Emma Kunz, Tages Anzeiger, Aus- gabe vom 20. Dezember 1973, reprod.; Daisy Wepf, Sie nannte sich «Penta», Luzerner Tagblatt/Zuger Tagblatt am Wochenende, Ausgabe vom 5. Januar 1974, reprod. – Aus- stellung: Aarau 1973/1974, Aargauer Kunsthaus, Der Fall Emma Kunz, Kat. Nr. 42, reprod. auf pag. 32. – Unglaublich kraftvolles und aufgeladenes Werk, bei welchem die Geo- metrien übergehen in mehrere anthropomorphe Figuren, sogenannte «Figureneinschlüsse». Aus mündlichen Über- lieferungen wird berichtet, dass die Künstlerin mittels dieser Werke das ganze damaligeWeltgeschehen habe einfangen, prognostizieren und beurteilen können, wobei sie immer die Akteure und die Dinge in Beziehung setzte zu den guten und bösen, zu den weissen und schwarzen Mächten
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