Geschichte

Die Geschichte der Galerie Kornfeld seit 1864


Als Heinrich Georg Gutekunst am 1. Oktober 1864 in Stuttgart seine eigene Galerie für Graphik und Zeichnungen eröffnete, legte er den Grundstein für eine bis heute bestehende Tradition. In ununterbrochener Reihenfolge entstanden daraus die Firmen: Richard Gutekunst in London (1895-1914), Gutekunst und Klipstein in Bern (1919-1951), Kornfeld und Klipstein und Galerie Kornfeld in Bern (ab 1951).


Die Ahnen 1864-1951 und die Aktiven seit 1951

HGGutekunst gaiser richard-gutekunst Klipstein
H.G. Gutekunst
Stuttgart, tätig 1864-1914
Wilhelm Gaiser
Stuttgart, tätig 1900-1915
Richard Gutekunst
Stuttgart, London,
Bern, tätig 1895-1929


Dr. phil.
August Klipstein
tätig 1919-1951
Kornfeldswgif Stauffersw B-Bischoff
Dr. h.c.
Eberhard W. Kornfeld
tätig seit 1951

Christine E. Stauffer
tätig seit 1967

Bernhard U. Bischoff
tätig seit 2013


Sechs Generationen haben seit der Gründung des Hauses die Geschicke der Firma geleitet, und jede hat auf Ihre Art und gemäss ihren Vorstellungen ein Stück Tradition aufgebaut und neue künstlerische und geschäftliche Elemente zur Wirkung gebracht. Eine erste Auktionsreihe finden wir in Stuttgart in den Jahren von 1868 bis 1914 bei H.G. Gutekunst. Eine lange Reihe schönster Sammlungen sind diesem Aristokraten unter den Kunsthändlern seiner Zeit durch die Hände gegangen. Als H.G. Gutekunst sich 1910 zur Ruhe setzte, übernahm der nicht weniger geschulte Wilhelm A. Gaiser die Firma bis 1914. Im selben Jahr, sieben Monate vor Kriegsausbruch, verstarb H.G. Gutekunst. Sein Sohn Richard Gutekunst setzte die Tätigkeit nach dem Krieg fort. 1919 bilden die Handbibliothek und das grosse geistige Vermächtnis der Firma H.G. Gutekunst die Grundlage zur Gründung der Firma Gutekunst und Klipstein in Bern. Die Tätigkeit beschränkt sich in den ersten 15 Jahren auf das Halten eines wichtigen Lagers. Dann begann Dr. August Klipstein, nach dem Rücktritt von Richard Gutekunst aus dem aktiven Geschäftsleben, 1934 mit einer neuen Auktionsreihe. Bis zu seinem Tode 1951, kamen so ganze 60 Auktionen zustande. Eberhard W. Kornfeld übernahm nach dem überraschenden Tod von Dr. August Klipstein 1951 die Firma. Die wirtschaftliche Blüte in den fünfziger Jahren und der interne Ausbau des Hauses erlaubten seitdem eine starke Erweiterung der Tätigkeit. Die Bedeutung und der wertmässige Gehalt der Auktionen hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert. Bern ist damit, auf dem Gebiet des Gemäldes, der Handzeichnung und vor allem der alten und neuen Graphik neben London, New York und Paris eine führende Auktionsstadt geworden und seit nun mehreren Jahrzehnten geblieben.
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