Auktion 251: Alte Meister


Albrecht Dürer
1471 Nürnberg 1528

22 *
Der Fahnenträger - Der Fähnrich CHF 25'000.-


Kupferstich

Um 1500/um 1501

11,3:7 cm, Plattenkante - 11,7:7,2 cm, Blattgrösse


Werkverzeichnis:
Meder 92/a (v. c) - Schoch/Mende/Scherbaum 31/a (v. c)

Tadelloser, tiefschwarzer Frühdruck, auf Papier mit Wasserzeichen "Ochsenkopf mit Stange, Blume und Dreieck", Meder Wz. 62, wie von den Verfassern der Werkverzeichnisse für ihre a-Variante gewünscht (sichtbar das Dreieck unten). Tadellos in der Erhaltung, mit schmalem Papierrändchen um die voll sichtbare Plattenkante

Der Fahnenträger, in einer typischen Landsknechtkleidung seiner Zeit, hält die Fahne des Ordens des Goldenen Vlieses, das Maximilian I. durch die Heirat mit Maria von Burgund als Zeichen der Reichsherrschaft übernommen hatte. Meder hatte das Blatt noch mit um 1500 datiert, Schoch/Mende/Scherbaum nennen um 1501. Die Darstellung steht sicherlich im Zusammenhang mit dem "Schwabenkrieg" von 1499, der Auseinandersetzung des Kaisers mit den Eidgenossen. Nürnberg nahm an diesem Krieg mit einem "Fähnlein" teil, eine Einheit von 300 bis 400 Mann, das unter der Führung von Willibald Pirckheimer stand, der zum Freundeskreis von Dürer in Nürnberg gehörte und den er auch 1524, 25 Jahre nach dem Feldzug, in einem Portrait in Kupferstich festhielt
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