Radierung, mit dem Stichel überarbeitet
1778-1780
32,7:21,5 cm, Plattenkante - 38,6:26 cm, Blattgrösse
Werkverzeichnis:
Harris 21/III/2 (v. 4)
Provenienz:
Sammlung Alfred Lebrun, Paris, 1830-1899, Lugt 140
Sehr schöner Druck auf festem Velin, mit breitem Rand, tadellos in der Erhaltung. Unten rechts mit dem Sammlerstempel in Rot
Druck der unfacettierten Platte der kleinen Auflage von um 1830. Um 1863 kam die Platte in den Besitz der Calcografía in Madrid, die 1868 und 1928 kleine Auflagen publizierte
Dabei: Eine trügerische Heliogravüre des Blattes, unten verkürzt. Druck auf altem Bütten
Eine der ersten freien Kompositionen des Künstlers, entstanden zwischen 1778 und 1780, mit der Darstellung der "Garrotte", einem Würgeinstrument, das für Hinrichtungen, aber auch für die Folter gebraucht wurde und deren Handhabung nicht immer tödlich ausgehen musste. Die vorliegende Darstellung deutet auf eine Hinrichtung hin, nach Eintritt des Todes werden für die Totenfeier vier hohe Kerzenleuchter um den Toten herumgestellt. Entgegen früheren Interpretationen hat Eleanor A. Sayre in ihrem Katalog 1974 darauf hingewiesen, dass in der Zeitspanne der Regentschaft von Carlos III. von 1759 bis 1788 lediglich vier derartige Hinrichtungen vollzogen wurden. Die Hinrichtung mit der "Garrotte" galt als Bevorzugung und scheint primär dem Adel vorbehalten gewesen zu sein, sie wurde dem Erhängen vorgezogen
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