Weimar 1921 [effektiv erschienen 1922].
Hergestellt und herausgegeben vom Staatlichen Bauhaus
in Weimar im Jahre 1921. Zu beziehen durch
Müller & Co. Verlag Potsdam
1921-1922
57,5:46 cm, Mappengrösse
Die Mappe enthält:
- Lyonel Feininger. Villa am Strand. Holzschnitt. Auf dünnem Japan. In Bleistift signiert. Prasse W 226
- Lyonel Feininger. Spaziergänger. Holzschnitt. Auf dünnem Japan. In Bleistift signiert. Minimaler Lichtrand. Prasse W 113
- Johannes Itten. Spruch: Gruss und Heil dem Herzen welches von dem Licht der Liebe ... Farbige Lithographie. In Bleistift signiert. Itten, Werkverzeichnis 223
- Johannes Itten. Haus des weissen Mannes. Lithographie. In Bleistift signiert. Itten, Werkverzeichnis 222
- Paul Klee. Die Heilige vom innern Licht. Farbige Lithographie. In Bleistift signiert und mit der Werknummer "1921.122". Kornfeld 2005, 81/III/B/b (v. C)
- Paul Klee. Hoffmanneske Szene. Farbige Lithographie. In Bleistift signiert und mit der Werknummer "1921.123". Kornfeld 2005, 82/II/B/b (v. C)
- Gerhard Marcks. Die Katzen. Holzschnitt. In Bleistift signiert und datiert "1921". Lammek H 27
- Gerhard Marcks. Die Eule. Holzschnitt. In Bleistift signiert und datiert "1921". Lammek H 28
- Georg Muche. Tierkopf. Radierung. In Bleistift signiert. Schiller 12
- Georg Muche. Hand-Herz. Radierung. In Bleistift signiert. Schiller 13
- Oskar Schlemmer. Figur H 2. Lithographie auf rosa Papier. In Bleistift signiert. Grohmann GL 7
- Oskar Schlemmer. Figurenplan K 1. Lithographie. In Bleistift signiert. Grohmann GL 8
- Lothar Schreyer. Farbform 6 aus Bühnenwerk "Kindsterben". Bemalte Lithographie auf Pergaminpapier. In Bleistift signiert und "1921" datiert
- Lothar Schreyer. Farbform 2 aus Bühnenwerk "Kindsterben". Bemalte Lithographie auf Pergaminpapier. In Bleistift signiert und "1921" datiert
Werkverzeichnis:
Söhn 101, 1-14 Punkt - Linie - Fläche. Druckgraphik am Bauhaus. Herausgegeben für das Bauhaus-Archiv von Klaus Weber. Berlin, G + H Verlag, 1999, Nrn. 1.1-1.14
Sauber in der Erhaltung, mit Titelseite, Inhaltsverzeichnis und mit Impressum und Nummerierung. Neue, saubere Passepartouts
Die komplette höchst seltene I. Mappe (gesamthaft erschienen 5, inklusive die nicht nummerierte "Meistermappe"), an der lediglich Meister des Bauhauses beteiligt waren. Eines der ursprünglich 100 im Impressum nummerierten Exemplare "auf deutschem Papier" (Titelseite und Inhaltsverzeichnis auf Bütten, mit Wasserzeichen "VAN GELDER ZONEN"), mit der von Ludwig Hirschfeld gestalteten Mappe in Halbpergament und der von Lyonel Feininger gestalteten Original-Titelseite, dem Inhaltsverzeichnis und dem Impressum
Eine der wagemutigsten Graphikpublikationen, an der, neben den Meistern des Bauhauses, in späteren Mappen auch deutsche, französische, russische und italienische Künstler beteiligt waren. Die Produktion wurde gleich nach der Gründung des Bauhauses 1919 an die Hand genommen und die Herausgabe für 1921 geplant. Durch widrige Umstände in der Nachkriegszeit verzögerte sich die Fertigstellung der Mappen bis 1922 resp. 1923. Der Verkauf der Mappen liess schon nach der Publikaton zu wünschen übrig, so dass grosse Teile der Auflage nach der erzwungenen Übersiedlung des Bauhauses von Weimar nach Dessau im Jahre 1925 in staatlichen Besitz übergingen. Zwischen 24 und 61 Exemplare jeder erschienenen Mappe (gesamthaft 5) wurden 1925 als "Konkursmasse" des Bauhauses vom Thüringischen Volksbildungsministerium verwaltet und gingen nach 1933 durch die Aktion "Entartete Kunst" grösstenteils verloren. Später haben Kriegseinwirkungen zu weiteren grossen Verlusten geführt
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