Öl auf Leinwand
1890
70,5:46,5 cm
Unten rechts vom Künstler in Ölfarbe monogrammiert "CA". Rückseitig auf dem Chassis in Bleistift bezeichnet "In Coltura" und mit dem Datum "1890"
Werkverzeichnis:
Im Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft in Zürich als eigenhändige Arbeit von Cuno Amiet unter der Archivnummer 14643 registriert und für das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der frühen Ölbilder des Künstlers vorgesehen
Provenienz:
Grety Flury, Adoptivtochter des Ehepaars Cuno und Anna Amiet, nach Bleistiftnotiz rückseitig "gehört G. Flury" Privatsammlung Bern
Ausstellung/en:
Bern 1968, Kunstmuseum, Jubiläumsausstellung, Cuno Amiet / Giovanni Giacometti, Werke bis 1920, Kat. Nr. 5 Bern 1999, Kunstmuseum, Cuno Amiet, von Pont-Aven zur "Brücke", Kat. Nr. 4, reprod. ganzseitig in Farben pag. 91
Tadellos in der Erhaltung, auf dem alten Chassis, in der ursprünglichen Nagelung, gerahmt
Ein Bild, das in der schweizerischen Kunstgeschichte einen besonderen Platz verdient und ein schönes Zeugnis der engen Freundschaft von Cuno Amiet mit Giovanni Giacometti, die sich, beide in Ausbildung befindend, 1887 im Kreise der in München weilenden Schweizer Maler (Max Buri, Wilhelm Balmer, Hans Beat Wieland u.a.) kennen gelernt hatten. Nach einer gemeinsamen Rekrutenschule in Bellinzona 1888 entschliessen sie sich zu einem Aufenthalt in Paris, wohnen im gleichen Hotel und bleiben, mit kurzen Unterbrüchen, bis 1891. Im Sommer 1890 verbringt Cuno Amiet einige Monate bei seinem Malerfreund in Stampa, sein erster Aufenthalt im Bergell. Als Frucht dieses Aufenthalts entsteht u.a. dieses Bild, das eine Bergellerin in Arbeitstracht in Coltura festhält, einem Dorf nur wenige hundert Meter von Stampa entfernt, damals und heute bekannt für sein markantes Schloss, erbaut im 19. Jahrhundert von einem in der Fremde reich gewordenen Bergeller Zuckerbäcker
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